TIERPARK GOLDAU: Ein junger Bartgeier ist aus dem Ei geschlüpft

Seit zehn Jahren betreibt der Natur- und Tierpark Goldau eine Zuchtstation für Bartgeier. Am heutigen Donnerstag hat das Bartgeier-Pärchen Hans und Mascha nun erneut Nachwuchs bekommen.

Drucken
Teilen
Winzig: Das noch namenlose Bartgeier-Küken. (Bild pd)

Winzig: Das noch namenlose Bartgeier-Küken. (Bild pd)

Vor 100 Jahren wurden die Bartgeier im Alpenraum völlig ausgerottet. Dass es heute in der freien Wildbahn wieder eine ansehnliche Population von rund 80 Bartgeiern gibt, ist in erster Linie Zoos zu verdanken: Diese züchten die Vögel seit Jahren und wildern Jungtiere regelmässig aus – so auch der Natur- und Tierpark Goldau. Seit genau zehn Jahren züchtet er die riesigen Vögel, die eine Flügelspannweite bis zu drei Meter aufweisen können, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Neun Bartgeier ausgewildert
«Das schönste Jubiläumsgeschenk für uns ist, dass unsere Zuchttiere Mascha und Hans jetzt erneut Nachwuchs bekommen haben», sagt Tierpark-Direktor Felix Weber. Bislang konnten die Goldauer neun Tiere in den Alpenraum auswildern; die Chance ist gross, dass auch der am 5. März geschlüpfte Bartgeier, dessen Geschlecht noch nicht feststeht, sein Leben schon bald in der freien Wildbahn verbringen wird.

Dort könnte er auch Geschwister antreffen zum Beispiel «Blick», «Tauernwind», «Temperatio», «Löwenherz», «Folio», «Hubertus», «Thuri», «Martella» oder «Christelle», die in früheren Sommern im Alpenraum ausgewildert wurden. Bis der junge Bartgeier den Tierpark verlassen kann, muss der kleine Vogel aber noch kräftig wachsen. Dabei können ihm die Besuchenden jederzeit zuschauen: Eine Videokamera überträgt Bilder aus dem Nest in den Ausstellungsraum bei der Bartgeier-Voliere.

Bereits vor kurzem hat es tierischen Nachwuchs in Goldau gegeben: Am 26. Januar haben hier zwei syrische Braunbären das Licht der Welt erblickt (siehe Artikelverweis).

scd