TIERPARK GOLDAU: Gibts bald wilde Bartgeier am Pragelpass?

Ab in die Freiheit: Ein junger Bartgeier aus dem Tierpark Goldau ist in Österreich ausgewildert worden. In der Schweiz sucht man zurzeit neue Auswilderungsgebiete.

Drucken
Teilen
Bartgeier «Blick» – ebenfalls in Goldau aufgezogen und im Mai ausgewildert – dreht im Nationalpark in der Nähe des Ofenpasses seine Runden. (Bild Keystone)

Bartgeier «Blick» – ebenfalls in Goldau aufgezogen und im Mai ausgewildert – dreht im Nationalpark in der Nähe des Ofenpasses seine Runden. (Bild Keystone)

Wilde Bartgeier, die am Himmel ihre Kreise ziehen, können vielleicht bald in der Zentralschweiz beobachtet werden. Nachdem in den letzten Jahren vor allem im Engadin ausgewildert wurde, ist dort nun kein Platz mehr für weitere Artgenossen. Die Stiftung Pro Bartgeier prüft deshalb zurzeit einige neue Standorte, darunter auch die Region Zentralschweiz/Glarus. Das untersuchte Gebiet erstreckt sich gemäss Felix Weber, Direktor des Tierparks Goldau, im Viereck Pragelpass, Reusstal, Walensee und Gotthard.

Berner Oberland besser geeignet
Tierpark-Tierarzt Martin Wehrle ist skeptisch, was den Standort Zentralschweiz anbelangt: «Das Gebiet gehört nicht zu den besten, auch historisch ist es kein typisches Bartgeiergebiet», urteilt er. Ein wichtiges Kriterium sei das vorhandene Futterangebot, also das Gäms- und Steinbockvorkommen. Ausserdem müsse die Thermik geprüft werden: «Die Bartgeier segeln an Felswänden entlang, sie lassen sich vom Auftrieb der warmen Luft tragen», erklärt Wehrle. Solche Felsen gebe es in der Zentralschweiz nicht sehr viele. Gebiete wie das Berner Oberland oder die Ostschweiz seien möglicherweise geeigneter.

Corinne Schweizer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.