TIERPARK GOLDAU: Zwei Bartgeier-Küken auf der Durchreise

Der Natur- und Tierpark Goldau kann dieses Jahr zwar kein Küken aus eigener Zucht zum internationalen Wiederansiedlungsprogramm beisteuern. Für den Nachwuchs an Bartgeiern in der Schweiz ist dennoch gesorgt.

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Zwei junge Bartgeier im Natur- und Tierpark Goldau. (Symbolbild) (Bild: pd)

Zwei junge Bartgeier im Natur- und Tierpark Goldau. (Symbolbild) (Bild: pd)

Zwei junge Bartgeier aus Aufzuchtstationen in Österreich und Spanien werden am kommenden Samstag im Calfeisental ausgewildert, wie der Natur- und Tierpark Goldau informiert. Die Stiftung pro Bartgeier bereitet die Auswilderung vor. Das Jungtier aus Österreich ist in der Greifvogelstation Haringsee bei Wien geschlüpft. Es wurde mit Zwischenstops im Alpenzoo Innsbruck und beim Granztierarzt im Flughafen Zürich mit dem Auto nach Goldau gebracht. Der Jungvogel aus der spanischen Zuchtstation Guadalentin trifft am Freitag über Frankreich und Basel ein.

Kein Schweizer Küken

Mit dem eigenen Nachwuchs hatte der Tierpark dieses Jahr kein Glück. Die drei Bartgeier-Paare haben dieses Jahr alle ihre Nester gebaut und gebrütet. Zwei Tiere sind geschlüpft, haben den ersten Tag aber nicht überlebt. Die anderen Eier waren unbefruchtet. Daher muss das Wiederansiedlungsprogramm auf ein Jungtier aus der Schweiz verzichten.

Der Natur- und Tierpark Goldau beteiligt sich seit 1995 am Bartgeier-Projekt. Bisher hat er 13 Küken zur Wiederansiedlung oder zur Zucht in anderen Stationen innerhalb Europas abgegeben. Ziel des Wiederansiedlungsprojektes ist der Aufbau einer Alpenpopulation mit rund 300 Bartgeiern.

pd/spe