TIERPARK: Seltenes Rind bringt Kälbchen zur Welt

Das Evolèner-Rind «Marta» ist im November 2006 im Natur- und Tierpark Goldau geboren worden – ein Zuchterfolg. Nun hat Marta selbst ein schwarzes Kälblein zur Welt gebracht.

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Das kleine Stierenkalb. (Bild pd)

Das kleine Stierenkalb. (Bild pd)

Das kleine Stierenkalb (halb Evolèner/halb Ehringer) ist am 6. September geboren, wohlauf und kann im neuen Parkteil beim Haustierzoo beobachtet werden, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Bereits vor rund 6000 Jahren sollen Vorfahren des alptüchtigen Evolèner-Rinds im Wallis gezüchtet worden sein. Damit gehören die Evolèner, der Name stammt von einem Dorf im Ursprungsgebiet, zu den ältesten domestizierten Rassen der Schweiz. Zu den Rassenmerkmalen zählt auch das gescheckte Fell. Dieses wirkt zwar attraktiv, war aber wesentlich für den Niedergang der Rasse verantwortlich, denn 1885 verordnete der Walliser Staatsrat, es dürften nur noch einfarbige Rinder gezüchtet werden. Einige wenige Züchter in abgelegenen Seitentälern der Rhône hielten hartnäckig an den Evolènern fest und nahmen dafür sogar Bussen in Kauf; sie konnten jedoch nicht verhindern, dass die Rasse zu Beginn der 1990er-Jahre fast verschwunden war.

 

Auf dem Gelände der Murmeltiere ist momentan zudem ein verwaistes Rehkitz zu sehen, wie es weiter heisst (siehe oben; Bild pd). Mitte Sommer wurde das Jungtier beim Tierpark abgegeben und seither wird es von den Tierpflegern mit der Flasche aufgezogen. Das Gehege liegt ideal auf dem Weg des Tierpflegers, musste er doch noch vor ein paar Wochen bis zu 6 Mal am Tag das hungrige Rehkitz füttern. Später wird versucht das Tier in die bestehende Rehfamilie in der Nähe des Panoramaplatzes zu integrieren.

scd