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TIERPARK: Waschbären-Alarm in Goldau

Im Natur- und Tierpark Goldau starteten sieben Waschbärenjungen in ein turbulentes Leben. Ihre Mütter suchten sich für die Niederkunft hohle Baumstämme aus, einen idealen Unterschlupf für eine Waschbärengeburt, gibt er den Schutz vor der Witterung und ungebetenen Gästen.
Vier der kleinen Racker tollen auf der Wiese herum. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Vier der kleinen Racker tollen auf der Wiese herum. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Die Waschbären-Jungen kamen vor drei Monaten auf die Welt, wie der Natur- und Tierpark Goldau am Mittwoch mitteilt. In den ersten Tagen kamen die fürsorglichen Mütter nur kurz aus ihren Geburtsnestern, um Nahrung zu holen und den grössten Hunger der Kleinen stillen zu können. Tag und Nacht umsorgten sie ihre kleinen, nackt geborenen Jungen.

Spielend den Ernst des Lebens erfahren

Mit dieser optimalen Betreuung wuchsen die sieben Jungbären in kurzer Zeit zu einer Bande Halbstarker heran, welche die Waschbärenbehausung des Natur- und Tierparks Goldau in Beschlag nimmt. Jeder Winkel wird erkundet, jeder Baum erklettert und jedes Versteck nach etwas Essbarem inspiziert. Spielend erfahren sie den Ernst des Lebens. Jede Ritze, jeder Spalt und auch die kleinsten Löcher werden in typischer Waschbärenmanier untersucht.

Woher der Name Waschbär kommt

So lernen die Kleinsten das Ertasten von Nahrung in kleinsten Hohlräumen, die ihnen sonst verborgen bliebe. Selbst im Wasser suchen sie nach Essbarem und greifen mit ihren Vorderpfoten, die sie wie Hände gebrauchen, geschickt unter jeden Stein. Dieses Verhalten gab ihnen auch den Namen Waschbär, da es den Anschein macht, sie würden ihr Essen waschen.

Ursprünglich keine heimisch Art

Natürlich müssen die kleinen Racker auch immer wieder ausmachen, wer der Stärkere ist. Bei diesen Rangeleien geht so richtig die Post ab: Zu zweit, zu dritt oder sogar zu viert balgen sie sich, kugeln zusammen über die Wiese, packen sich gegenseitig am Genick und lernen so das Jagdverhalten. Alle Verhaltensweisen, die das spätere Überleben in der Natur ermöglichen, werden bereits im jugendlichen Spiel erlernt – dazu gehört auch das Paarungsverhalten.

Der Waschbär gehörte ursprünglich nicht zur einheimischen Fauna. Für die Pelzverarbeitung wurde er im letzten Jahrhundert aus Übersee importiert und in Farmen, vor allem in Deutschland, gehalten. Aus diesen Farmen sind Tiere ausgebrochen oder wurden zum Teil willentlich in Befreiungsaktionen freigesetzt. Sie konnten sich dank ihrer guten Anpassungsfähigkeit in Europa vermehren und ausbreiten und gelangten so auch in die Schweiz. Leider plündern sie oft Singvogelnester und gefährden dadurch bereits bedrohte Vogelarten. Dies ist ein Beispiel, wie durch den Menschen eingeführte Tierarten die einheimische Fauna stören können.

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