Timo Konietzka scheidet aus dem Leben

Timo Konietzka ist am Montagnachmittag im Alter von 73 Jahren gestorben. Der FCZ- und GC-Meister-Trainer litt an Gallenkrebs und schied mit Hilfe der Sterbehilfe-Organisation Exit freiwillig aus dem Leben.

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Mit Timo Konietzka ist ein Fussball-Fachmann gestorben. (Bild: Keystone)

Mit Timo Konietzka ist ein Fussball-Fachmann gestorben. (Bild: Keystone)

Friedhelm «Timo» Konietzka kam am 2. August 1938 in Lünen (De) auf die Welt. In den 1960er-Jahren gewann der Stürmer und Schütze des ersten Tores der Bundesliga-Geschichte (24. August 1963) die Titel mit Borussia Dortmund und dem TSV 1860 München.

Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete er als Trainer unter anderem für Borussia Dortmund, Bayer Uerdingen, FC Zürich und den Grasshopper-Club Zürich. Mit dem FC Zürich wurde er dreimal in Folge Schweizer Meister (1974–1976) und erreichte im Jahre 1977 auch den Halbfinal des Europapokals der Landesmeister (Vorläufer der Champions-League), in dem der FC Zürich gegen den FC Liverpool – die damals dominierende Mannschaft in Europa – ausschied. Von 1978 bis 1980 war er Trainer des BSC Young Boys und erreichte zweimal den Schweizer Cupfinal. Anschliessend wechselte er zu den Grasshoppers, mit denen er sich 1982 einen weiteren Schweizer-Meister-Titel sicherte.

Höchster Fasnächtler Ingenbohls

In den letzten Jahren seines Lebens betriebt Konietzka zusammen mit seiner Frau Claudia das Gasthaus Ochsen in Brunnen. Seit 1988 besitzt Konietzka die Schweizer Staatsbürgerschaft. Im Schweizer Fernsehen setzte er sich 2010 in Werbespots für aktive Sterbehilfe ein.

Am 7. Januar 2012 wurde er als Bartlivater zum höchsten Fasnächtler der Gemeinde Ingenbohl gekürt.  Dieses Amt hätte er ein Jahr lang innehaben sollen. Es sollte nicht sein. Timo Konietzka, in der Zentralschweiz längst verwurzelt, wollte nicht länger leiden und schied freiwillig aus dem Leben.

sr.