TÖTUNGSDELIKT: Lucie: Täter sprach gut 100 junge Frauen an

Der Täter von Rieden hat vor dem Tötungsdelikt am 16-jährigen Au-pair-Mädchen Lucie gut 100 Frauen angesprochen. Fünf Frauen gaben zudem an, bei ihm zuhause gewesen zu sein.

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Die Frauen wurden im Gebiet des Zürcher Hauptbahnhofs angesprochen. (Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ, kein Bezug zum Fall)

Die Frauen wurden im Gebiet des Zürcher Hauptbahnhofs angesprochen. (Symbolbild Chris Iseli/Neue LZ, kein Bezug zum Fall)

Die Kantonspolizei hatte am vergangenen Donnerstag einen Aufruf erlassen. Sie bat alle jungen Frauen, die in der Zeit vom vergangenen August bis im März vom 25-Jährigen für Fotoaufnahmen angesprochen worden waren, sich zu melden. Bis am zum jetzigen Zeitpunkt hätten sich gut 100 Frauen im Alter von 16 bis 20 Jahren gemeldet, wie die Aargauer Kantonspolizei am Mittwoch mitteilte. Sie waren zwischen Oktober 2008 und März 2009 von ihm angesprochen worden. Getroffen hatte der Vorbestrafte die Frauen hauptsächlich im Gebiet des Zürcher Hauptbahnhofs und im Stadtgebiet Baden. Fünf Frauen hätten bisher angegeben, bei ihm zuhause in Rieden gewesen zu sein. Da detailierte Befragungen der Frauen mehrheitlich noch ausstünden, sei nicht ausgeschlossen, dass ihn noch mehr Frauen zuhause besucht hätten.

Der 25-Jährige hatte zugegeben, die 16-Jährige aus Bulle am vergangenen 4. März am Zürcher Hauptbahnhof angesprochen zu haben. Sie folgte ihm daraufhin in seine Wohnung nach Rieden, wo er sie tötete. Als Motiv für die Tat gab er an, zurück ins Gefängnis zu wollen. Der arbeitslose Koch hatte sich am vergangenen 8. März bei der Polizei selbst gestellt. Er war wegen versuchter vorsätzlicher Tötung vorbestraft.

ap