Tote Kühe schrecken Spaziergänger auf

Tote Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen auf der Alp stellen oft ein unschönes Bild dar. Wanderer müssen sich aber keine Sorgen machen.

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Tote, stark aufgeblähte Kuh bei der Grund-Hütte oberhalb Muotathal. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Tote, stark aufgeblähte Kuh bei der Grund-Hütte oberhalb Muotathal. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

«Nein, schön sieht das nicht aus», sagt der Muotathaler Älpler Oswin Betschart. Bei seiner Hütte im Grund oberhalb dem Muotathaler Lipplisbüel liegt ein totes Rind mit mächtig aufgeblähtem Bauch. Darüber habe sich am Vortag ein Passant sehr aufgeregt.

Geschehen ist Folgendes: Auf der viel höher gelegenen Seenalp erlitt ein Rind einen Beinbruch. Das Tier wurde auf der Alp notgeschlachtet und per Heli zu Betscharts Grund-Hütte geflogen. Es wurde dort einen Tag später von einem Spezialtransporter in die Tiermehlfabrik Bazenheid gebracht. Dieser Vorfall ist für den Schwyzer Kantonstierarzt Josef Risi «völlig normal». Aufsehen erregt bei Wanderern vor allem der Anblick von Tieren, die stark aufgebläht daliegen. Das sieht erschreckend aus, ist laut Risi aber nicht Besorgnis erregend. Denn die Gärung im Verdauungstrakt laufe weiter, wenn eine Kuh bereits tot ist. Daher der stark aufgeblähte Bauch.

In erster Linie sei es den Behörden wichtig, dass die Tierkadaver nicht einfach irgendwo auf der Alp vergraben würden, sagt der Kantonstierarzt. Um die illegale Entsorgung zu verhindern, haben die Behörden einen Gratis-Abholdienst eingerichtet. Ein Abholpunkt liegt eben auch bei Oswin Betscharts Hütte.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.