TOURISMUS: Dämpfer für die Zentralschweizer Hotellerie

Die Schweizer Hotellerie leidet weiter unter der Wirtschaftskrise, allen voran die Zentralschweiz. Die Rezession soll daran schuld sein – und auch die Mexikogrippe.

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Blick auf die Stadt Luzern und Umgebung vom Gütsch aus. (Bild Emanuel Ammon/Luzern Tourismus)

Blick auf die Stadt Luzern und Umgebung vom Gütsch aus. (Bild Emanuel Ammon/Luzern Tourismus)

Sämtliche Schweizer Tourismusregionen verzeichneten im Juni 2009 einen klaren Logiernächterückgang. In der Zentralschweiz war dieser schweizweit jedoch sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual am grössten, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. So gab es 44'220 respektive 11,5% weniger Logiernächte als im Vorjahr. Der Schweizer Durchschnitt lag bei 4,9% weniger Logiernächten im Vergleich zum Vorjahr. Zu den Verlierern gehören auch das Berner Oberland und Graubünden. Die Zahlen der einzelnen Kantone aus der Region betrachtend, sticht vor allem Nidwalden heraus: Hier nahmen die Logiernächte mit minus 4350 respektive minus 18,5% prozentual schweizweit am meisten ab. Auch Obwalden steht mit einem Minus von 17,6% (- 11'964) nicht viel besser da. Mit 340'448 Logiernächsten im Juni 2009 steht die Zentralschweiz im nationalen Vergleich an dritter Stelle.

Ein etwas besseres Bild für die Region zeigt sich bei den Zahlen für das erste Halbjahr. Hier verzeichnet die Zentralschweiz 162'199 respektive 9,2% weniger Logiernächte als im Vorjahr (Schweizer Durchschnitt minus 7,4%). In absoluten Zahlen am stärksten ging die Nachfrage in der Region Graubünden zurück. Wiederum hat Nidwalden mit minus 14,2% schweizweit prozentual am meisten Logiernächste weniger vorzuweisen. Mit 1'606'683 Logiernächsten im ersten Halbjahr steht die Zentralschweiz im nationalen Vergleich an fünfter Stelle.

Die Nachfrage aus dem Ausland schrumpfte schweizweit um 7,6% oder rund 148'000 Logiernächte. Der Branchenverband Hotelleriesuisse führt die rückläufigen Zahlen einerseits auf die weltweite Rezession und die ungünstige Währungssituation, andererseits auch auf die zunehmende Ausbreitung der Schweinegrippe zurück.

scd/ap