TOURISMUS: «Ich erwarte sogar ein Minus von 10 Prozent»

Nach dem Rekordergebnis vom Vorjahr hat die Schweizer Hotellerie in der vergangenen Wintersaison die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Doch die Talsohle scheint noch nicht erreicht.

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Marcel Perren, Direktor Luzern Tourismus. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Marcel Perren, Direktor Luzern Tourismus. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Um 3,7 Prozent sind die Übernachtungszahlen in Luzern während der letzten Wintersaison von November bis April zurückgegangen. Nidwalden verzeichnet gar ein Minus von 12,9 Prozent. Für die Zentralschweiz beträgt das Minus 5,6 Prozent (80'244 Logiernächte weniger), schweizweit 6,1 Prozent. Dies zeigen die neuesten veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Statistik. Marcel Perren, Direktor Luzern Tourismus, überrascht der Rückgang nicht. «Ich erwarte für das gesamte Jahr sogar ein Minus von 10 Prozent», sagt er. Er rechne damit, dass sich die Rückgänge im Mai und Juni in diesem Rahmen bewegten, sagt Perren. Auch im Juli und August seien noch viele Zimmer frei.

Bei den Luxushotels scheint der Negativtrend ungebrochen – trotz der positiven Nachricht vom Park Hotel in Weggis und dem Palace in Luzern, wo die Kurzarbeit beendet worden ist: «Der Geschäftstourismus verlagert sich in preiswertere Häuser», stellt Patric Graber, Präsident Luzern Hotels, fest. Davon profitieren auch in Luzern Drei- und Viersternehotels.

Hans-Peter Hoeren/Neue LZ

Die lokalen Veränderung der Übernachtungszahlen zu den Vorjahren:


                                                                   Zahlen: Bundesamt für Statistik