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Rückblick Zentralschweiz: Touristen aus Hölloch gerettet

Ein Wassereinbruch versperrte einer Touristengruppe im Januar den Weg aus der Höhle. Sechs Tag mussten sie ausharren.
Beatrice Vogel
Franz Auf der Maur von Speleo-Secours Schweiz erklärt das Höhlensystem des Höllochs. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Muotathal, 22. Januar 2018))

Franz Auf der Maur von Speleo-Secours Schweiz erklärt das Höhlensystem des Höllochs. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Muotathal, 22. Januar 2018))

Was später im Jahr fehlte sollte, fiel Mitte Januar in geballter ­Ladung vom Himmel: Tagelang ­regnete es praktisch ohne Unterbruch. Dies führte zu einem Wassereinbruch im Hölloch – just als sich eine Deutschschweizer Touristengruppe darin befand.

Die Gruppe – ein Höhlenführer und sieben Männer im Alter zwischen 25 und 55 Jahren – war am Samstag, 20. Januar, für eine zweitägige Expedition in die Höhle eingestiegen. Aus zwei wurden sechs Tage: Erst am darauffolgenden Donnerstag konnte die Gruppe das Hölloch verlassen – unverletzt und wohlauf.

Evakuation war nicht möglich

Nach der planmässigen Übernachtung in der Höhle hatte die Gruppe am Sonntag den Rückweg angetreten. Doch im Eingangsbereich der Höhle stand das Wasser unterdessen zu hoch. So mussten sich die Touristen in ein hochwassersicheres Biwak zurückziehen. Die Muotathaler Kolonne der Höhlenrettungsorganisation Speleo-Secours Schweiz wurde aufgeboten: Vier Spezialisten gelangten über einen alternativen Zugang zu den Eingeschlossenen und versorgten diese unter an­derem mit Akkus für die Stirnlampen. Die Touristen über den 300 Meter hohen Schacht des Nebeneingangs zu evakuieren, war nicht möglich.

Da die Männer wohlauf waren, entschied das Einsatzkommando zu warten, bis der Wasserstand zurückgeht und die Männer die Höhle auf dem üblichen Weg verlassen konnten. Wegen der andauernden Niederschläge zeichnete sich jedoch ab, dass sie wohl bis zum nächsten Wochenende ausharren mussten. Am 25. Januar war der Wasserstand dann niedriger als erwartet. Die Gruppe konnte durch teils knietiefes Wasser ins Freie gelangen. Vorhersehbar sei das Ereignis nicht gewesen, betonten die Organisatoren der Höhlentour. Man habe eher mit Schnee als mit Regen gerechnet.

Normalerweise werden Expeditionen ins Hölloch im Winter durchgeführt – weil dann eben der Wasserstand tief ist. Da die Winter wärmer werden, will man nun prüfen, ob weitere Messstationen eingerichtet werden sollen. Der Januar 2018 war übrigens laut Meteo Schweiz einer der wärmsten und niederschlagsreichsten seit Messbeginn.

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