TRACHTEN: Das Brauchtum befindet sich im Aufschwung

An diesem Wochenende nehmen Schwyzer Trachtengruppen am Urschweizer Trachtentag teil. Dabei zeigen sie, dass es in Schwyz mit dem Brauchtum rosig steht.

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Eine Trachtentanzgruppe am Seebodenalpschwinget im Jahr 2005. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Eine Trachtentanzgruppe am Seebodenalpschwinget im Jahr 2005. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Schwyzer Trachtenbrauchtum soll am Wochenende in Flüelen gezeigt und erlebt werden. Dabei sind mehr als die Hälfte aller Schwyzer Trachtengruppen im «Hafenstädtchen» vertreten, um ihr Brauchtum und ihre Eigenarten des Trachtenwesens zu zeigen.

Die Zeit bei den Schwyzer Trachten ist keineswegs stehengeblieben, sagt Maria Waldis, Präsidentin der Kantonal Schwyzerischen Trachtenvereinigung. Im Gegenteil. «Wir erleben einen regelrechten Aufschwung. Das Trachtenbrauchtum wird bei uns intensiv gepflegt», sagt die Gersauerin. Die Schwyzer Vereinigung wurde bereits 1936 gegründet. Heute gehören der Vereinigung 15 Schwyzer Vereine an. Auch zwei ausserkantonale Gruppen fühlen sich unter dem Dach der Schwyzer Trachten wohl.

Männer braucht das Land
Getreu dieses Ausspruchs werben die Schwyzer Trachtengruppen um das männliche Geschlecht. «Wir sind ständig auf der Suche nach Männern, die das Trachtenbrauchtum pflegen wollen. Es wäre wünschenswert, wenn mehr Männer in den Gruppen mitwirken würden», sagt Maria Waldis. Im Moment setzen sich die Gruppen aus rund einem Drittel Männer und zwei Dritteln Frauen zusammen. Es gäbe doch ein schlechtes Bild, wenn an Tanzveranstaltungen Frauen mit Frauen tanzen müssen, meint Waldis.

Sie hat aber die Hoffnung noch längst nicht aufgegeben. Sie stellt einen regelrechten Aufschwung der volkstümlichen Bräuche fest. «Viele Junge lassen sich heute von der Volksmusik begeistern, das spüren wir auch im Trachtenwesen», sagt sie. Wer sich heute getraue, die Hemmschwelle zu überschreiten, der könne feststellen, dass es sich hier um ein einzigartiges Hobby und Brauchtum handle.

Erhard Gick

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.