Trockenheit: Jetzt wirds kritisch

Die seit Wochen ausbleibenden Niederschläge haben in der Zentralschweiz unterschiedliche Auswirkungen: Während Fische umgesiedelt werden müssen und es für die Getreideernte langsam kritisch wird, profitieren andere vom warmen Wetter.

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Klaus Zumbühl, Präsident des Bienenzüchtervereins Nidwalden, holt eine Wabe aus einem Bienenstock. (Bild: Richard Greuter/Neue NZ)

Klaus Zumbühl, Präsident des Bienenzüchtervereins Nidwalden, holt eine Wabe aus einem Bienenstock. (Bild: Richard Greuter/Neue NZ)

Auch die Muota führt derzeit wenig Wasser. (Bild: Irene Infanger/Neue SZ)

Auch die Muota führt derzeit wenig Wasser. (Bild: Irene Infanger/Neue SZ)

Seit Wochen fällt in der Schweiz zu wenig Niederschlag, auch in der Zentralschweiz. In Ausserschwyzsind Pegelstände mehrerer Bäche so tief, dass Fische, vor allem Bachforellen, abgefischt und umgesiedelt werden mussten. Auch beim Sihlsee herrscht derzeit Ebbe. Das Ufer ist bereits um mehrere Meter zurückgegangen. In Brunnenstieg der Pegel hingegen um über 15 Zentimeter an. Verantwortlich dafür ist die verfrühte Schneeschmelze und das neue Reusswehr in Luzern, mit dem sich der Wasserstand besser regulieren lässt.

Das unüblich warme Wetter und der rare Regen machen auch der Zuger Schifffahrt zu schaffen. Ein Schiff auf dem Ägeriseefahre nicht mehr, sonst habe es noch genug Wasser, so ein Sprecher.

Schlimm ist die Lage beim Getreide: «Für Gerste und Weizen ist es fünf vor zwölf», sagt Josef Scherrer, stellvertretender Geschäftsführer des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands.

Klaus Zumbühl, Präsident des Bienenzüchtervereins Nidwalden, holt eine Wabe aus einem Bienenstock. (Bild: Richard Greuter/Neue NZ)

Klaus Zumbühl, Präsident des Bienenzüchtervereins Nidwalden, holt eine Wabe aus einem Bienenstock. (Bild: Richard Greuter/Neue NZ)

Die Bienenzüchter in den Kantonen Ob- und Nidwaldensind durch die andauernde Wärme gefordert. Profitieren würden die Bienen, die im April wie im Schlaraffenland lebten, so Klaus Zumbühl, Präsident des Bienenzüchtervereins Nid- und Obwalden. Vom warmen Wetter profitiert hat auch die ewl. Der Luzerner Energieversorgen hat deutlich mehr Solarstrom produziert.

red

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