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TURNEN: Einmal mit den Besten auf der Bühne stehen

Zwei Gymnastikgruppen aus Sins und Oberrüti haben am Wochenende an der Turnshow «Gymotion» im Hallenstadion Zürich teilgenommen. Die Sinser Leiterinnen Larissa und Daniela Bernet berichten über ihre Erlebnisse auf und hinter der Bühne.
Cornelia Bisch
Wild und glamourös: Die Sinser Turnerinnen und Turner verwandeln sich in schillernde Showstars der 70er-Jahre. (Bild: Cornelia Bisch (Zürich, 24. Februar 2018))

Wild und glamourös: Die Sinser Turnerinnen und Turner verwandeln sich in schillernde Showstars der 70er-Jahre. (Bild: Cornelia Bisch (Zürich, 24. Februar 2018))

Nur die besten Schweizer Turner zeigen ihre Fähigkeiten an der gigantischen Turnshow Gymotion, die alle zwei Jahre im Hallenstadion Zürich stattfindet. Vereine aus allen Landesteilen der Schweiz präsentierten am Samstag an zwei Vorstellungen spektakuläre Leistungen, live begleitet vom Christoph Walter Orchestra und vier Solisten. Als spezielle Gäste und einzige Profis traten Mitglieder des Nationalkaders auf, darunter Giulia Steingruber. Das Motto der diesjährigen Show mit über 450 Mitwirkenden und 11000 Zuschauern lautete «Musikalische Zeitreise».

Neben Charleston, Rock’n’Roll und aktuellem Pop, krönte ein Medley aus den bekanntesten 70er-Jahre-Hits das musikalische Bouquet. Dazu tanzte und turnte eine rund 80-köpfige Showgruppe in schrill glitzernden Goldkostümen und blonden Lockenperücken. Darunter auch die Kleinfeldgymnastikgruppe Sins und die Aktivriege Oberrüti. «Es war ein einmaliges Erlebnis für uns», erzählt Daniela Bernet, die gemeinsam mit ihrer Schwester Larissa die Sinser Gruppe leitet. «Es hat uns allen mega Spass gemacht.» Dabei wurde den Turnern einiges abverlangt. Vier ganztägige Trainings waren für alle Teilnehmer verbindlich. Dazu zusätzliche Trainingsstunden in den heimatlichen Hallen. Am letzten Wochenende dann zwei ganze Tage im Hallenstadion mit Orchester-, Gesamt- und Generalproben sowie den beiden Aufführungen. Dabei bewegten sich die Turner erstmals zur Livemusik und auf der Stadionbühne. «Das Orchester und die Solisten setzten teilweise ganz andere Akzente, als wir es gewohnt waren», erzählt Larissa Bernet. «Auch gab es keinerlei Orientierungspunkte auf dem Boden. Zusätzlich kam erschwerend hinzu, dass wir alle gleich aussahen.» Schwierigkeiten, die das Team rasch in den Griff bekommen musste.

«Die Organisation klappte jedoch tipp topp.» Man sei freundlich behandelt, erstklassig verpflegt und immer wieder rechtzeitig über diverse Abläufe informiert worden.

Lange Wartezeiten stärkten den Teamgeist

«Zwischendurch hat es manchmal lange Wartezeiten gegeben, aber das ist bei einer Veranstaltung dieser Grössenordnung kaum zu vermeiden.» Die gemeinsame Zeit stärkte jedoch den Teamgeist der Gruppe, was alle als sehr positiv empfanden. Besonders gestaltete sich der Besuch bei zwei professionellen Make-up-Artists, welche die massgeschneiderten Kostüme und Perücken noch mit dem perfekten Make-up abrundeten. Am Ende waren die zehn jungen Frauen und zwei Männer kaum mehr wiederzuerkennen. «Das war auch gut so. Wir konnten uns auf diese Weise freier bewegen, mehr aus uns herausgehen», stellt Daniela Bernet fest. Neben dem tollen Teamerlebnis stand für die Gruppe vor allem der Spass, die Freude an der Bewegung im Zentrum. «Sonst treten wir immer zu Wettkämpfen an. Diese Auftritte konnten wir nun voll geniessen.» Auch die künstlerische Freiheit, die der Tanz im Gegensatz zur Wettkampfgymnastik bot, war eine willkommene Abwechslung für die Turnerinnen.

Der Zufall wollte es, dass die Solonummer des Vereins Vilters knapp vor dem Auftritt der Showgruppe angesetzt worden war, bei dem dieser ebenfalls mitwirkte. «Die Turnerinnen mussten sich in vier Minuten umziehen, inklusive Perrückenmontage», berichtet Larissa Bernet. Und dies gleich zweimal, um fürs abschliessende Finale wieder bereit zu sein. Also meldeten sich die Oberfreiämter Turnerinnen zur Hilfestellung. «Jeweils zwei von uns waren für eine Person zuständig. Die Hosenbeine und Oberteile der Kostüme schon aufgerollt, standen wir bereit, als sie angerannt kamen.» Schliesslich klappten die Wechsel so vorzüglich, dass sogar noch Zeit übrig blieb für eine kurze Verschnaufpause. «Die Kolleginnen waren so dankbar. Allein hätten sie das niemals geschafft.»

Einen besonderen Höhepunkt stellte das Finale dar, bei dem sich sämtliche Turner noch einmal auf der Bühne versammelten. «Das war grossartig und unvergesslich», sind sich die beiden Schwestern einig.

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Hinweis

Eine Teilaufzeichnung der Gymotion wird am 11. März, 14.35 Uhr und am 25. März, 14.50 Uhr auf SF 2 ausgestrahlt.

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