TV-KUPPELSHOW: «Da wird nicht die Realität gezeigt»

Bauern aus dem Kanton Schwyz sind beim Fernsehpublikum offenbar sehr beliebt. Der Präsident der Bauernvereinigung nimmts mit Humor.

Pascal Imbach
Drucken
Teilen
Bauernpräsident Christof Bamert belächelt das Format "Bauer ledig sucht" . (Bild: Andrea Schelbert / Neue SZ)

Bauernpräsident Christof Bamert belächelt das Format "Bauer ledig sucht" . (Bild: Andrea Schelbert / Neue SZ)

Ob nun Bauer Edy oder Bauer Köbi, oder in den Staffeln zuvor Bäuerin Margrit, Bauer Joe, Bauer Noldi oder Bauer Hans Peter: Der Schweizer Privat-TV-Sender 3plus schickt die Kamerateams seiner Erfolgssendung «Bauer, ledig, sucht» immer wieder gerne auf abgelegene Höfe im Kanton Schwyz.

Was hält man eigentlich bei der kantonalen Bauernvereinigung davon? Nicht sehr viel, wie Präsident Christoph Bamert im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» sagt. Das Hauptproblem an der Sendung sei, «dass da nicht die Realität gezeigt wird». Viele Betriebe hätten hart um ihre Existenz zu kämpfen, «ohne Nebenerwerb kämen zahlreiche Bauern in Schwyz nicht über die Runden.» Bamert stört sich deshalb etwas daran, dass bei «Bauer, ledig, sucht» nur die heile Bauernwelt zu sehen sei – und auch, dass die Bauern bewusst auf eine «belustigende Art» gezeigt würden.