UFENAU: Kann Zumthor-Bau gar nicht bewilligt werden?

Der Schweizerische Heimatschutz unterstützt den Abriss des «Landi-Restaurants» auf der Insel Ufenau. Die Kantonalsektionen Schwyz und Zürich aber halten dagegen.

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Am Modell wird sichtbar, wie sich das Restaurant (Mitte) in die anderen Bauten einfügen soll. (Bild Neue SZ)

Am Modell wird sichtbar, wie sich das Restaurant (Mitte) in die anderen Bauten einfügen soll. (Bild Neue SZ)

Der Schweizerische Heimatschutz hat am 8. September erklärt, dass er sich für den Neubau des Architekten Peter Zumthor und den Abbruch des «Landi-Restaurants» von 1939 auf der Insel Ufenau einsetzt. Wie der Schwyzer und der Zürcher Heimatschutz in einer Mitteilung geltend machen, nannte der Schweizerische Heimatschutz dafür «ausschliesslich architektonische Gründe» und habe den Neubau als «subtil gestaltetes Bauwerk» bezeichnet.

Die Kantonalsektionen des Heimatschutzes in den Kantonen Schwyz und Zürich kommen laut Mitteilung zu einem anderen Schluss: Auf der Insel Ufenau können freistehende Neubauten gar nicht bewilligt werden. Die beiden Kantonalsektionen stützen sich in der Begründung auf die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission, die bereits 2007 festgehalten habe, dass auf der dreifach geschützten Insel keine freistehenden Neubauten bewilligungsfähig sind.

Einsprache gegen Projekt erhoben
Die Bewilligung eines grossen touristischen Baus in der national geschützten Insellandschaft würde als negatives Zeichen die künftige Praxis im Umgang mit den höchstgeschützten Landschaften der Schweiz schwächen, heisst es weiter.

Der Schwyzer und der Zürcher Heimatschutz haben gegen den geplanten Neubau und den Abbruch des «Landi-Restaurants» Einsprache erhoben.

ana