Uhren und Parfüms verdrängen das Sackmesser

Der Terroranschlag in New York bescherte Victorinox massive Umsatzeinbussen. Wegen verschärfter Vorschriften setzen die Schwyzer auf andere Artikel.

Drucken
Teilen
Die Sackmesser machen nur noch rund 55 Prozent des Umsatzes von Victorinox aus. (Archivbild / Neue SZ)

Die Sackmesser machen nur noch rund 55 Prozent des Umsatzes von Victorinox aus. (Archivbild / Neue SZ)

Der Siegeszug des Sackmessers war kaum aufzuhalten, bis zu den Terroranschlägen am 11. September 2001 in New York. Für Victorinox kam der Schock etwas später. Die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen wurden nämlich umgehend massiv verschärft. Das führte zu einem enormen Einbruch der Verkäufe. «Die Einbussen waren hoch und betrugen etwa 30 Prozent», sagt Urs Wyss, International-PR + Communication-Verantwortlicher bei Victorinox, auf Anfrage.

Umsatzverlagerung

Darauf hat Victorinox reagiert. Denn heute erwirtschaftet die Schwyzer Messerfabrik mit ihren Tochtergesellschaften fast die Hälfte ihres Umsatzes mit Uhren, Reisegepäck, Bekleidung und Parfüms. Der Anteil der Messer ist von 90 auf rund 55 Prozent gesunken. Und der Victorinox gehe es heute wieder gut. So bezeichnete sie das Geschäftsjahr 2011 als eines der besten der Schwyzer Messerschmiede, vornehmlich aber der neuen Produktepaletten wegen. Allerdings soll das Swiss Army Knife weiterhin der Kern der Marke Victorinox bleiben. In der grössten Messerfabrik Europas werden täglich 28 000 Armeemesser, 32 000 andere Taschenwerkzeuge und 60 000 Haushalts-, Küchen- und Berufsmesser produziert. Mit ihren rund 900 Angestellten in Schwyz erwirtschaftet die Victorinox einen Umsatz von rund 500 Millionen Franken.

Erhard Gick

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.