UMWELT: Lichtverschmutzung soll eingedämmt werden

Die Zenralschweizer Umweltfachstellen wollen die Bevölkerung für das Thema Lichtverschmutzung sensibiliseren. Ein Merkblatt gibt konkrete Hinweise, wie dem Problem wirksam begegnet werden kann.

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Das Industriequartier Sternmatt in Kriens und die Sportanlagen Allmend bei Nacht. (Bild pd)

Das Industriequartier Sternmatt in Kriens und die Sportanlagen Allmend bei Nacht. (Bild pd)

Adressaten seien vorab Gemeinde-behörden als Bewilligungsinstanz oder als Betreiberinnen von öffentlichen Beleuchtungen, teilten die vom Zuger Regierungsrat Heinz Tännler präsidierten Zentralschweizer Umweltdirektionen am Mittwoch mit. Angesprochen seien aber auch Private, Architekten und Gartenplaner.

Lichtverschmutzung lasse sich mit geeigneten Massnahmen meist wirksam verhindern, ohne dass Zusatzkosten entstehen, heisst es in der Mitteilung. Das Merkblatt enthalte eine Checkliste über die geeignete Art des Lichts, die Lichtstärke, gute Abschirmungen oder die Dauer des Lichteinsatzes.

Wissenschaftliche Studien zeigten, dass Nachtbeleuchtungen im öffentlichen Raum Nebenwirkungen für Mensch und Tier haben können.
So beeinträchtige übermässiges künstliches Licht die Lebensräume nachaktiver Tiere wie etwa Insekten oder Zugvögel.

Licht am falschen Platz und zur falschen Zeit könne aber auch das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen, stellen die Umweltfachstellen fest.

sda