UNFÄLLE: Dreimal im Tag krachts im Kanton Schwyz

Mehr Unfälle mit Fussgängern und unter Einwirkung von Alkohol, Drogen und Medikamenten, aber insgesamt eine Abnahme im Vergleich zum Vorjahr: Dies ist die Unfall-Bilanz 2009 im Kanton Schwyz.

Drucken
Teilen
Ein Unfall im Mositunnel. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

Ein Unfall im Mositunnel. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 1?165 (Vorjahr 1?178) polizeilich erfasste
Unfälle. Dabei haben zehn Personen ihr Leben verloren, 35 haben sich schwer und 379 leicht verletzt.
Erfreulich ist, dass sich die Zahl der Schwerverletzten seit 2007 (82) mehr als halbiert hat. Die Anzahl Leichtverletzter hingegen ist seit 2006 (362) steigend. Der deutlichste Anstieg der Leichtverletzten ist bei den Kindern unter sieben Jahren zu verzeichnen, nämlich von fünf auf zwölf.

Missachtung des Vortritts
Wie die Kantonspolizei Schwyz mitteilt, war wie schon im Vorjahr die Missachtung des Vortrittsrechts die Hauptursache. Eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr verzeichnen auch die Verkehrsunfälle unter Einwirkung von Alkohol, Drogen oder Medikamenten (+17.2%). In 109 (93) Fällen konnte dies als Unfallursache nachgewiesen werden. Ebenfalls zunehmend sind Unfälle mit Fussgängern. Im Vergleich zu 2008 (9) haben sich diese mit 20 Vorfällen mehr als verdoppelt.

Präventionskampagnen
Mit dem Hauptaugenmerk auf übermässigen Alkoholkonsum und das Fahren unter Drogeneinfluss führte die Kantonspolizei während der Fasnacht 2009 und im Spätherbst gezielt Schwerpunktkontrollen durch.

Geschwindigkeitskontrollen
Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 90?753 (94'356) Ordnungsbussen sowie 2?540 (3'174) Anzeigen an die jeweiligen Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 6?925?280 (7'572'080.00) ausgestellt. Im Rahmen der täglichen Patrouillentätigkeiten verzeichnete die Kantonspolizei insgesamt 7?831 (9'972) weitere Ordnungsbussen-Delikte im Betrag von Fr. 596?573 (516'221.00).

rem