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UNFALLSTATISTIK: Zug: Knapp 250 Fussgängerunfälle pro Jahr

In städtischen Kantonen und in Kantonen mit vielen Zupendlern verunfallen besonders viele Fussgänger. Unter den Spitzenreitern der Zentralschweizer Kantone sind Zug und Luzern. In Obwalden hingegen ereignen sich schweizweit die wenigsten Fussgängerunfälle.
Unter den Zentralschweizer Kantonen nimmt Zug den Spitzenplatz an Fussgängerunfällen ein. Im Bild: Der Fussgängerstreifen auf der Gotthardstrasse. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Unter den Zentralschweizer Kantonen nimmt Zug den Spitzenplatz an Fussgängerunfällen ein. Im Bild: Der Fussgängerstreifen auf der Gotthardstrasse. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Jährlich verunfallen in der Schweiz 2250 Fussgänger. Dies zeigt eine Auswertung des Verbands Fussverkehr Schweiz, der die Unfallzahlen für die Jahre 2008 bis 2012 ausgewertet hat. Der Verband differenziert dabei in der kantonalen Auswertung Querungsunfälle mit Fussgängerstreifen und jene, die sich ohne Streifen ereignet haben.

Luzern knapp hinter Zug

In der Zentralschweiz nimmt hierbei Zug den Spitzenplatz bei den Unfällen von Fussgängern auf den Strassen ein. Der Schnitt zwischen 2008 und 2012, hochgerechnet auf eine Million Einwohner im Jahresschnitt, zeigt, dass auf Zuger Fussgängerstreifen jährlich knapp 150 Passanten verunfallen. Gesamthaft ereignen sich dort im Jahr durchschnittlich beinahe 250 Querungsunfälle. Im Kanton Luzern ist die Unfallzahl mit rund 160 Unfällen auf Zebrastreifen zwar höher, mit allen Querungsunfällen (rund 240) zusammengerechnet jedoch minim unter dem Zuger Durchschnitt. Damit liegen die beiden Kantone relativ deutlich über dem Schweizer Schnitt (zirka 130 Unfälle auf Fussgängerstreifen, insgesamt knapp 210 Querungsunfälle).

Den höchsten Wert weist Basel Stadt auf, wo hochgerechnet auf eine Million Einwohner im Jahresschnitt rund 400 Fussgänger verunfallt sind. Unter 100 Fussgängerunfälle (auf eine Million Einwohner aufgerechnet) weist einzig der Kanton Obwalden aus.

Die am Dienstag veröffentlichte Auswertung zeigt weiter, dass Unfälle mit Fussgängern häufiger auf einem Fussgängerstreifen als daneben passieren. Einzig bei Kindern unter 10 Jahren ist es umgekehrt - dies trifft besonders auf Knaben zwischen 5 und 9 Jahren zu. Auf Fussgängerstreifen verunfallen besonders häufig Frauen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Die Zahl der Unfälle liegt bei ihnen fast 50 Prozent über jenem der Männer in der gleichen Altersklasse. Für dieses Phänomen konnte bisher keine Erklärung gefunden werden, schreibt der Fussgänger-Verband.

Tiefere Geschwindigkeitslimiten gefordert

Gemäss der am Dienstag veröffentlichten Jahresstatistik Strassenverkehrsunfälle sind im letzten Jahr 69 Fussgänger tödlich verunglückt. 301 Personen wurden bei Unfällen auf Fussgängerstreifen schwer verletzt, das ist der höchste Stand seit 2007.

Fussverkehr Schweiz fordert, dass die Geschwindigkeit in Ortszentren und bei wichtigen Querungsstellen reduziert wird. Es sei eine Binsenwahrheit, dass mit tieferen Geschwindigkeiten die Fussgängersicherheit erhöht werden könnte, schreibt der Verband in einer Mitteilung. Die Zahl der Fussgängerunfälle sei nach wie vor zu hoch.

Die gesamte Unfallstatistik

sda/chg

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