UNWETTER: Hagel richtet in Luzern und Zug Schäden an

Die Gewitterfront vom Dienstag hat in der Schweiz Hagelschäden von rund zehn Millionen Franken angerichtet. Dies gemäss einer Schätzung der Versicherungsgesellschaft Schweizer Hagel.

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Bernadette Suter aus Hünenberg hat Glück gehabt: Die Netze haben ihre Anlage vor dem Hagelschlag geschützt. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Bernadette Suter aus Hünenberg hat Glück gehabt: Die Netze haben ihre Anlage vor dem Hagelschlag geschützt. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Gehagelt hat es in den Kantonen Aargau, Bern, Luzern, St. Gallen, Thurgau, Zug und Zürich. In Luzern wurden Schäden aus der Region des Sempacher- und des Hallwilersees und dem Napfgebiet gemeldet. Im Kanton Zug war vor allem die Region Ennetsee betroffen. Der Hagel hat hier viele Anlagen getroffen; mancherorts gar jede Frucht beschädigt. «Katastrophal», sagt Louis Suter, Leiter der Zentralstelle Obstbau Zug.

300 Schadenfälle in Luzern erwartet
Der Gebäudeversicherung Luzern wurden bis am Mittwochabend 140 Schadenfälle gemeldet, welche über das ganze Kantonsgebiet verteilt waren, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Dabei wurden die Gebäude durch den Hagel beschädigt, einzelne Keller durch die Regenmassen überschwemmt und teilweise wehte der Sturm Ziegel von den Dächern. Gesamthaft erwartet die Gebäudeversicherung Luzern 300 Schadenfälle und eine Schadensumme von mehreren hunderttausend Franken.

Landesweite Schadensumme von 10 Millionen
Schweizweit werden rund 1500 Schäden erwartet. Betroffen sind alle empfindlichen Kulturen wie Beeren und Gemüse sowie Obst, Wein und Ackerkulturen. Bei den versicherten Kulturen rechnet die Versicherungsgesellschaft mit einer Schadensumme von ungefähr sechs Millionen Franken. Insgesamt dürften die Schäden der Landwirtschaft etwa zehn Millionen Franken betragen. Laut Schweizer Hagel handelt es sich damit um ein grösseres Ereignis. Ungewöhnlich seien derart hohe Schäden vor allem für den Monat Mai.

ap/sak