Uri koordiniert Ausnahmefahrten in Zentralschweiz

Die Urner Kantonspolizei übernimmt Anfang 2012 die Koordination für die Begleitung so genannter Ausnahmefahrten in der Zentralschweiz. Damit vereinfachen sich laut Medienmitteilung vom Mittwoch die ausserordentlichen Strassentransporte für Transportunternehmen.

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Zwei Container - 21 Meter lang, 4 Meter hoch und 9 Meter breit - werden mittels Schwertransport von der Kantonsschule Obwalden in die Psychiatrie transportiert. (Bild: Archiv Neue OZ)

Zwei Container - 21 Meter lang, 4 Meter hoch und 9 Meter breit - werden mittels Schwertransport von der Kantonsschule Obwalden in die Psychiatrie transportiert. (Bild: Archiv Neue OZ)

Ausnahmefahrten sind Transporte, deren Fahrzeuge die Höchstmasse bezüglich Länge, Breite, Höhe oder Gewicht überschreiten. Sie bedürfen einer Bewilligung und müssen von der Polizei begleitet werden. Weil die Polizeihoheit bei den Kantonen liegt, lösen sich die Polizeipatrouillen an den Kantonsgrenzen jeweils ab.

Nun wird in der Zentralschweiz ein überkantonaler Pilotversuch durchgeführt. Er erfolgt auf Initiative der Interkantonalen Kommission für Strassenverkehr (IKST). Dieser beauftragte das Zentralschweizer Polizeikonkordat (LU OW NW UR SZ ZG) mit der Durchführung. Dieses wiederum hat die Koordination an Uri delegiert.

Demnach übernimmt die Urner Kantonspolizei für die ganze Zentralschweiz die Organisation der kantonsüberschreitenden polizeilichen Begleitung der Ausnahmefahrten auf Autobahnen und Autostrassen. Das heisst: In der Zentralschweiz gibt es nur noch eine polizeiliche Übergabe des Transportes.

Für die Transporteure bedeutet die Neuregelung eine Vereinfachung der Organisation und der Durchführung der Fahrten. Sie müssen ihre Gesuche nicht mehr an jeden einzelnen betroffenen Kanton richten. Der Pilotversuch dauert zwei Jahre. Dann wird die IKSZ über das weitere Vorgehen entschieden.

sda/ks