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URI / SCHWYZ: Moldawier in Abwesenheit verurteilt

Ein Moldawier, der 2012 mit Komplizen in Uri auf Diebestour war und in Schwyz bei einer Polizeikontrolle angeschossen worden war, ist vom Urner Landgericht zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Hinter Gitter muss der Vorbestrafte nicht. Er ist ausser Landes.
Die Polizei suchte während Tagen nach dem verschwundenen Moldawier. (Bild: Keystone)

Die Polizei suchte während Tagen nach dem verschwundenen Moldawier. (Bild: Keystone)

Das Landgericht sprach den 26-jährigen Moldawier in seinem am Dienstag publizierten Urteil wegen mehrfachen gewerbsmässigen Diebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs sowie illegalen Aufenthalts schuldig.

Der Landgerichtsvizepräsident behandelte den Fall als Einzelrichter. Er folgte den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hingegen hatte vor Gericht eine bedingte Strafe von zwei Monaten verlangt. Der geständige Angeklagte habe als «Gelegenheitskriminaltourist» bloss Schmiere gestanden, sagte der Verteidiger vor Gericht.

Das Urteil des Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Es kann ans Obergericht weitergezogen werden.

Im Oktober 2012 ausgeschafft

Der Prozess Ende Juli fand in Abwesenheit des Angeklagten statt. Dieser wurde bereits im Oktober 2012 aus der Schweiz ausgeschafft und mit einer zehnjährigen Einreisesperre belegt. Er ist in Dänemark wegen versuchten Bankraubs und Ladendiebstahls vorbestraft.

Der Moldawier war in der Nacht vom 11. auf den 12. September 2012 zusammen mit mutmasslich drei Komplizen an vier Einbrüchen in Schattdorf im Kanton Uri beteiligt. Sie erbeuteten Ware im Wert von rund 110'000 Franken.

Auf der Flucht in einem gestohlenen Auto gerieten er und sein 24-jähriger Cousin in der Tatnacht im schwyzerischen Rickenbach in eine Polizeikontrolle. Dabei wurde der Cousin unter ungeklärten Umständen von einem Polizisten erschossen. Der nun Verurteilte wurde angeschossen und entkam zunächst.

Verfahren gegen Polizisten

Die Polizei leitete eine grossangelegte Suche ein, an der rund hundert Polizisten, mehrere Polizeihunde und ein Helikopter beteiligt waren. Am Abend des Folgetages wurde der flüchtige Mann nass und verschmutzt unterhalb der Ibergeregg SZ aufgegriffen.

Die Hintergründe der Schussabgabe bei der Polizeikontrolle sind bis heute nicht bekannt. Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Schwyz gegen den betroffenen Polizisten läuft noch, sagte der zuständige Staatsanwalt am Dienstag auf Anfrage. Zu Zwischenergebnissen nahm er keine Stellung.

(sda)

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