URI / SCHWYZ: Umweltorganisationen bekämpfen Axen-Projekt

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS), die Alpen-Initiative und die Ärztinnen und Ärzte für den Umweltschutz wollen nicht, dass die neue Axenstrasse gebaut wird. Sie haben eine Einsprache eingereicht, weil das Projekt überrissen sei und den Alpenschutzartikel verletze.

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Blick auf die Axenstrasse oberhalb des Mositunnels. (Archivbild René Meier / luzernerzeitung.ch)

Blick auf die Axenstrasse oberhalb des Mositunnels. (Archivbild René Meier / luzernerzeitung.ch)

Die Umweltorganisationen teilten am Freitag mit, sie würden eine Kurzumfahrung von Sisikon UR unterstützen, aber nicht das aufgelegte Projekt. Dieses würde nicht zur angestrebten Entlastung von Sisikon führen.

Wenn die alte Axenstrasse trotz der neuen Tunnels im gleichen Ausbaustandard erhalten bliebe, so werde der Alpenschutzartikel in der Bundesverfassung verletzt, monieren die Umweltorganisationen. Die Folge seien Mehrverkehr sowohl Richtung Gotthard wie auch Richtung Sattel-Rothenthurm.

Ab 2017 soll zwischen Ingenbohl SZ und Sisikon eine neue, knapp acht Kilometer lange Strasse gebaut werden. Das Projekt sieht zwei neue Tunnels und dazwischen einen kurzen offenen Hangabschnitt vor. Die Eröffnung ist für 2025 vorgesehen.

Der Bau der neuen Strasse mit zwei Tunnels kostet geschätzte 980 Millionen Franken. Hinzu kommt die Sanierung der bestehenden Strasse für weitere 240 Millionen Franken. Der Bund bezahlt rund 94 Prozent des Neubau-Projekts, die beiden Kantone Uri und Schwyz übernehmen den Rest.

sda