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Bis zu 15 Kilometer Stau vor dem Gotthardtunnel am Karfreitag – Osterstau hält Urner Polizei auf Trab

Wenn sich über Ostern wieder kilometerlange Blechlawinen vor dem Gotthard-Strassentunnel bilden, ist nicht nur die Geduld der Automobilisten gefragt. Auch auf die Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri warten intensive Tage.
Carmen Epp

Lange Geduldsprobe vor dem Gotthardtunnel am Karfreitag:

Tipps für den Osterverkehr im Video:

Viele nutzen die Osterzeit, um im Tessin oder in Italien Sonne zu tanken. Am Karfreitag staute sich der Verkehr vor dem Gotthard-Nordportal auf einer Länge von bis zu 15 Kilometern. Das entsprach einer Wartezeit von über drei Stunden. Am frühen Morgen war die stehende Kolonne bereits 10 Kilometer lang gewesen. Am Donnerstagabend gegen 21 Uhr hatte der Stau bereits eine Länge von acht Kilometern. Auch in der Nacht war er nie kürzer als fünf Kilometer. Am Freitagabend gegen 20 Uhr löste sich der Stau auf.

Aufgrund der Wintersperren am Gotthard-, Grossen St. Bernhard- und San Bernardino-Pass standen diese Pässe als Alternativrouten nicht zur Verfügung. Eine Ausweichmöglichkeit bieten aber die A13-San-Bernardino-Route sowie der Tunnel durch den Grossen St. Bernhard und der Simplon-Pass.

Auf der San-Bernardino-Route standen die Fahrzeuge in Richtung Süden allerdings am Vormittag und Anfang Nachmittag ebenfalls. Das bedeutete laut TCS einen Zeitverlust von bis zu einer Stunde.

Rückreiseverkehr am Ostermontag

Bereits am Wochenende vor Ostern staute sich der Verkehr vor dem Gotthard Richtung Süden auf bis zu 14 Kilometern. Der Rückreiseverkehr wird ab Ostermontag erwartet. Die nationale Verkehrsinformationszentrale Viasuisse rechnet dann mit Staulängen von bis zu 14 Kilometern vor dem Südportal des Gotthard-Strassentunnels, dies ähnlich wie in den vergangenen Jahren:

Kantonspolizei Uri verstärkt die Fronteinsätze über die Ostertage

Über die Feiertage ist aber nicht nur die Geduld der sonnenhungrigen Verkehrsteilnehmer gefordert. Auch für die Kantonspolizei Uri ist Ostern eine intensive Zeit, wie Oliver Schürch, Chef der Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri, auf Anfrage unserer Zeitung festhält. Über die Ostertage würden die Fronteinsatzkräfte im Vergleich zu normalen Wochenenden verstärkt. Schürch erklärt:

«In den Hauptreisezeiten gewähren wir unseren Mitarbeitern so wenig Ferien wie möglich oder nur für kurze Zeit. Das ist das Los eines Polizeiangehörigen. Unsere Mitarbeiter sind sich dessen aber bewusst.»

Der Fokus ihrer Arbeit liege über die Ostertage vor allem auf dem Verkehrsmanagement. «Dabei verfolgen wir zwei Ziele», führt Schürch aus: «Einerseits soll jeder Verkehrsteilnehmer schnell an sein Ziel gelangen, andererseits muss die Funktion der Kantonsstrasse als Notfallachse und Erschliessungsstrasse sichergestellt werden.» So versuche man, den Verkehr möglichst optimal auf die beiden Achsen – Autobahn und Kantonsstrasse – zu verteilen. «Gerät der Verkehr auf der Kantonsstrasse ins Stocken, versuchen wir, möglichst viel Verkehr auf der Autobahn zu halten», sagt Schürch weiter. Dazu «bewirtschafte» die Polizei bei Bedarf die Ausfahrten. Dazu wird eine Polizeipatrouille bei der Ausfahrt postiert, die versucht, den Automobilisten auf den richtigen Weg zu lotsen.

Kommt es auf der Autobahn zu Stau, wird dieser in Blöcke portioniert. Gestaut wird Richtung Süden vom Taubachtunnel bei Erstfeld bis Amsteg, und dann von Meitschligen bis zum Gotthard-Nordportal. «Das Teilstück dazwischen muss frei bleiben, weil es dort in den vielen Tunnels keinen Pannenstreifen gibt und somit auch keine Rettungsgasse gebildet werden könnte», erklärt Schürch. Reicht dies nicht, werden weitere Stauräume im Urner Unterland in Betrieb genommen.

«Anstehen vor der Barriere in Göschenen wird nicht toleriert»

Und wie steht’s um die Einfahrt Göschenen, bleibt die auch bei Osterstau geschlossen? Schürch erklärt das Regime folgendermassen: Ab 3 Kilometern Stau Richtung Süden wird die Einfahrt in Göschenen geschlossen. Ist die Passstrasse über den Gotthard noch nicht offen, wird die Einfahrt nach Möglichkeit immer zur vollen Stunde für 10 Minuten geöffnet. «Was nicht toleriert wird, ist ein Anstehen vor der Barriere in Göschenen», betont Schürch. Das heisst: Die Automobilisten müssen im Zeitraum zwischen der vollen Stunde und 10 Minuten danach einfahren.

SBB bieten über Ostern 33 Zusatzzüge an

(pd/eca) Wer sich über Ostern die Wartezeit im Auto ersparen, aber nicht auf den Ausflug in den Süden verzichten möchte, kann auch mit dem Zug reisen. Mit rund 45000 zusätzlichen Sitzplätzen machen die SBB zwischen Gründonnerstag und Ostermontag staufreies Reisen möglich. Insgesamt verkehren 33 Zusatzzüge ins Tessin und retour. Weitere Informationen dazu gibt es unter: www.sbb.ch/entspannt-reisen

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