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1000 Liter Premium-Sake für Fünfsternehotels

Projekt Die Sake-Brauerei in Hospental ist zwar die erste der Schweiz, aber nicht, wie irrtümlich behauptet, die erste Europas. Reiswein-Brauereien gibt es bereits in Norwegen, Frankreich und Spanien. Auch in England hat eine japanische Familie 2016 eine Brauerei für rund 9 Millionen Pfund eingerichtet. Sie soll dereinst bis zu 100 Arbeiter beschäftigen.

Im Vergleich dazu sind die Pläne von Roland Köfer und seiner Geschäftspartnerin Ella Marquis, Expertin für japanische Kultur, deutlich kleiner: Aus 300 Kilo japanischem Premiumreis und Urner Quellwasser wollen sie bis im kommenden Oktober rund 1000 Liter Reiswein brauen. Danach soll die Produktion sukzessive hochgefahren werden auf dereinst bis zu 4500 Liter pro Jahr.

Potenzieller Abnehmer vor der Haustür

Die erste Brausaison will Roland Köfer noch alleine meistern – unter Beratung eines japanischen Braumeisters. Schon jetzt aber suche er einen Käser, der die Produktion später übernehmen wird – gleiche doch die Käseherstellung dem Sake-Brauen.

Ausschlaggebend für den Standort Hospental sind zwei Gründe: Zum einen das «supergute» Wasser (Marquis), dessen hohe Qualität auch der japanische Sake-Verband bestätigt hat, und zum anderen die Nähe zu Samih Sawiris’ Tourismusresort Andermatt. Die Sake-Brauer möchten nicht nur vom Touristenstrom ins Urserntal profitieren, sondern diesen auch als «attraktives Ausflugsziel» mitankurbeln. Dass Roland Köfer an das Wachstumspotenzial der Region glaubt, zeigt auch sein persönliches Engagement: Er hat hier nicht nur eine Zweitwohnung gekauft, sondern will auch in weitere Wohneinheiten investieren.

Gleichzeitig steht mit dem The Japanese Restaurant im Hotel The Chedi (1 Michelin-Stern und 16 Gault-Millau-Punkte) in Andermatt ein potenzieller Abnehmer fast vor der Haustür. Es wäre ein Abnehmer ganz nach Roland Köfers Geschmack. Beliefern will er mit seinem «Premiumprodukt» nur Top-Bars und Fünfsternehotels in ganz Europa. (zar)

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