13,75 Millionen-Franken-Kredit: Erstfelder werden per Video informiert

Da öffentliche Veranstaltungen mit Einschränkungen verbunden sind, wird die Erstfelder Bevölkerung mit einem Info-Film über die Schulhausvorlage orientiert. Die Abstimmung findet am 29. November statt.

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Das Schulhaus Jagdmatt in Erstfeld soll einer Innen- und Aussensanierung unterzogen werden.

Das Schulhaus Jagdmatt in Erstfeld soll einer Innen- und Aussensanierung unterzogen werden.

Bild: PD

(RIN) «Im Jahr 1884, das heisst vor über 130 Jahren, hat Erstfeld mit dem Kirchmattschulhaus das neueste und modernste Schulhaus im Kanton Uri gebaut», schreibt die Gemeinde Erstfeld in einer Mitteilung. «Doch heute sind die Schulgebäude alle ziemlich in die Jahre gekommen.» Am 29. November stimmt die Bevölkerung deshalb über eine Vorlage ab, die eine Innen- und Aussensanierung des Jagdmatt-Schulhauses, einen hindernisfreien Anbau mit den benötigten neuen Räumen für die Schule, eine Schlackensanierung und die Gestaltung der Schulhaus-Umgebung beinhaltet. Die Erstfelderinnen und Erstfelder werden an der Urne über den Kredit von 13,75 Millionen Franken befinden.

Um auch in Coronazeiten die Bevölkerung zu informieren, hat der Gemeinderat einen Info-Film zur Schulhausvorlage in Auftrag gegeben. Dieser wurde von Reto Indergand von Focus Pictures produziert und sei zu hundert Prozent «made in Erstfeld», so die Gemeinde. Alle Protagonistinnen und Protagonisten sind in Erstfeld zu Hause, auch Sprecherin Ruth Feubli. So würden Vertreter aller Ortsparteien zu Wort kommen.

Über Schlackenablagerung und moderner Schulunterricht

Die SVP zeigt sich kritisch gegenüber dem Projekt, während CVP, FDP und SP sich dafür aussprechen. In prägnanten Voten werden die Vorgeschichte der Abstimmung sowie die verschiedenen Aspekte der Vorlage erklärt. Charly Infanger, Vertreter von SBB Historic Team Erstfeld, erklärt, was es mit der Schlackenablagerung auf dem Schulareal auf sich hat, und weshalb diese Altlast nun saniert werden muss. Schulleiterin Agnes Dittli erläutert die Anforderungen, die heute an einen modernen Schulunterricht gestellt werden. Gruppenunterricht und individuelle Unterstützung der Schulkinder würden andere und mehr Räume brauchen, als heute zur Verfügung stehen.

Gemeindeverwalter Theo Bissig erläutert anhand anschaulicher Grafiken, welche Investitionen auf die Gemeinde zukommen und weshalb der Steuerfuss vorübergehend etwas erhöht werden muss, um eine gute Infrastruktur für die Schulkinder zur Verfügung zu stellen. «Mit diesem Projekt werden unsere Schulanlagen nicht nur für ein paar Jahre, sondern für die nächsten Generationen fit gemacht», so Martin Huber, Präsident der CVP-Ortspartei. Gemeinderat, Schulrat und die Rechnungsprüfungskommission teilen diese Überzeugung und empfehlen der Bevölkerung darum ein Ja an der Urne.

Film ist ab sofort auf der Website der Gemeinde Erstfeld zu sehen

An der Erstfelder Behördeninformation vom 16. September im Casinosaal wurde der Info-Film zur Erstfelder Schulhausvorlage erstmals einem breiten Publikum präsentiert. Die vielseitige Darstellung der Vorlage stiess auf ein sehr gutes Echo. Im Anschluss wurde rege über die Schulhausvorlage diskutiert, wobei die positiven Stimmen überwogen. Der Anlass konnte aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht als öffentliche Veranstaltung durchgeführt werden, aber der Film ist ab sofort auf der Website der Gemeinde Erstfeld verfügbar. Der Info-Film über die Schulhausvorlage wird auch an den Gemeindeversammlungen vom 23. September und 25. November gezeigt. «Schauen Sie sich den Film an, und bilden Sie sich eine Meinung», heisst es in der Mitteilung. Der Film dürfe auch gerne weitergegeben und auf den sozialen Medien geteilt werden.