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Gurtnellen: 16 Schülerinnen feiern Etappenziel

Die Absolventinnen der Bäuerinnenschule in Gurtnellen haben das Semester mit den Zielkontrollen abgeschlossen. Stolz präsentierten sie am Samstag die daraus entstandenen Produkte. Kommende Woche wird die Zufallsgemeinschaft nun aufgelöst.
Claudia Naujoks
Die 16 Absolventinnen der Bäuerinnenschule in Gurtnellen. (Bild: Cyrill Hörler, 8. Juni 2019)Die 16 Absolventinnen der Bäuerinnenschule in Gurtnellen. (Bild: Cyrill Hörler, 8. Juni 2019)
Die Bäuerinnenschule in Gurtnellen öffnete ihre Türen. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)Die Bäuerinnenschule in Gurtnellen öffnete ihre Türen. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)
Selbstgenähtes war in einem Internatszimmer zu bestaunen. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)Selbstgenähtes war in einem Internatszimmer zu bestaunen. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)
Verkauft wurden selber hergestellte Produkte. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)Verkauft wurden selber hergestellte Produkte. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)
In der Küche wird für Nachschub gesorgt. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)In der Küche wird für Nachschub gesorgt. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)
Eine grosse Auswahl an Produkten wird angeboten. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)Eine grosse Auswahl an Produkten wird angeboten. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)
Es spielte das Ländlertrio Ürnergruäss. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)Es spielte das Ländlertrio Ürnergruäss. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)
Das Logo 2019 der Bäuerinnenschule Gurtnellen. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)Das Logo 2019 der Bäuerinnenschule Gurtnellen. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)
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Gurtnellen: Angehende Bäuerinnen präsentieren ihr Produkte

Ob dörren, entsaften, sterilisieren oder einsäuern, ob nähen und Seife, Sirup, Apfelringli, Zopf, Konfi, Gemüsewürze oder Nidläzältli selber herstellen – den diesjährigen 16 Anwärterinnen des Eidgenössischen Fachausweis für Bäuerin ist nichts davon mehr fremd. Das stellten sie am Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag eindrücklich unter Beweis.

Die Bäuerinnenschule in Gurtnellen hat ihre Türen geöffnet. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)

Die Bäuerinnenschule in Gurtnellen hat ihre Türen geöffnet. (Bild: Claudia Naujoks, 8. Juni 2019)

Sie präsentierten ihre Produkte in ihrem gemütlichen, aber auch zweckmässig eingerichteten Internat, der Bergheimatschule in Gurtnellen. Die mehr als 450 Besucher, die per PW oder per ÖV dank der Mithilfe der örtlichen Feuerwehr sehr komfortabel und wohlorganisiert anreisen konnten, wurden mit einem regelmässig verkehrenden Shuttlebus zur abgeschieden gelegenen Bildungsstätte gebracht.

Ländlermusik stimmt die Gäste ein

Die paar Meter zu Fuss auf dem durch üppig grünende und blühende Wiesen gesäumten Weg zum Haus und die mit jedem Schritt lauter werdende zünftige Volksmusik des aus der Umgebung stammenden Ländlertrios Ürnergruäss stimmten ein auf das gelungene Abschlussfest.

Am vergangenen Freitag hatten die Schülerinnen die Modulzielkontrollen für die Vollzeitausbildung abgeschlossen, die vom Januar bis Juni dauert. Cyrill Hörler, der zusammen mit seiner Frau Alexandra Fux das Schulleitungsgespann bildet, betont, dass vor allem die Abgeschiedenheit das Haus in Gurtnellen auszeichne, denn die in der Regel zwischen 20 und 30 Jahre alten Schülerinnen leben unter der Woche in einer Wohngemeinschaft zusammen, müssen sich aufeinander einlassen und verlassen können und durchlaufen den gesamten Alltag zusammen. Dieses Leben komme dem, das die Bäuerinnen hinterher erwartet, sofern sie dann diesen Beruf ergreifen, ziemlich nah.

Für die Praxis oder zur persönlichen Bildung

Sie entscheiden sich aus den unterschiedlichsten Motiven zu dieser Weiterbildung auf knapp 1000 Metern über dem Meer: Die einen sind bereits in einem landwirtschaftlichen Betrieb eingebunden oder sie haben es geplant, andere wollen auf einer Alp arbeiten, wieder andere haben einen ganz anderen Beruf und wollen eine Auszeit nehmen, aber trotzdem noch etwas Neues ausprobieren, kennenlernen oder ein geliebtes Hobby vertiefen, wie zum Beispiel das Nähen.

So konnte sich das Publikum davon überzeugen, wie vielseitig der Unterrichtsaufbau ist und wie fleissig die Frauen in den vergangenen Wochen und Monaten produziert haben. Seien es die hübschen selbstgeschneiderten Kleidungsstücke für Gross und Klein, die in den Internatszimmern an Wänden, auf Betten und Tischen ausgestellt zu bewundern waren, seien es die Lebensmittel und Näharbeiten, die im Verkaufsraum erworben werden konnten oder seien es die allerorts in Gewächshäusern wie auf dem freien Feld um das Hauptgebäude herum wachsenden verschiedenen Gemüse-, Kräuter- und Salatsorten – all das zeugte von eine arbeitsreichen Zeit.

Das Wasser läuft einem im Mund zusammen

Nicht zuletzt zeigte die dauernd laufende Bildershow in einem der Schulungräume die Ergebnisse und lustige Schnappschüsse der vergangenen sechs Monate. Nicht nur das neu interpretierte Bananensplit aus Kalbsbratwurst, Kartoffelstock und geschmelzten Zwiebeln sorgt für einen herzhaften Lacher. Auf jeden Fall lief einem bei dem Anblick der zahlreichen kulinarischen Kreationen auf den Bildern das Wasser im Mund zusammen.

Da war es nur logisch, dass man sich bei Wurst mit Brot sowie Kuchen und Kaffee im Festzelt gütlich tat. Bis weit in den Nachmittag sassen die Gäste bei herrlichem Wetter zusammen.

Damit endet eine intensive Zeit für die Zufallsgemeinschaft der aus vielen verschiedenen Kantonen der Schweiz stammenden Schülerinnen, denn bis Dienstag muss alles parat – sprich aufgeräumt, ausgeräumt und geputzt – sein. Denn dann rücken die Handwerker an und bauen eine neue Küche ein. Für die heranwachsenden Pflanzen ist gesorgt: Sie werden bis zur Ernte grossgezogen und dann in den Küchen des Fomaz und der Schützenmatt in Altdorf zu Gerichten verarbeitet.

Hinweis

Infos zur Ausbildung gibt es unter www.bwzuri.ch.

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