180 Millionen für Tunnelsanierung

Der Tunnel, der das Wallis mit Uri verbindet, ist in einem schlechten Zustand. Jetzt muss die Matterhorn- Gotthard-Bahn 180 Millionen Franken dafür auftreiben.

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Im vergangenen Jahr wurden 220 375 Autos durch den Furkatunnel transportiert. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Im vergangenen Jahr wurden 220 375 Autos durch den Furkatunnel transportiert. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der Furkatunnel zwischen Realp und Oberwald muss saniert werden – und zwar schon bald. Die 15,4 Kilometer lange Eisenbahnröhre, die den Kanton Uri mit dem Wallis verbindet, ist seit genau dreissig Jahren in Betrieb. Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Die Tunnelinfrastruktur weist inzwischen diverse Schäden und Abnutzungserscheinungen auf. Deshalb ist eine umfassende Überholung jetzt dringend notwendig.

Bahn verhandelt mit Kantonen

Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 180 Millionen Franken. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Geschäftsbericht 2011 der Matterhorn-Gotthard-Bahn hervor. Zum Vergleich: Der Bau des Tunnels hat vor dreissig Jahren 300 Millionen Franken gekostet. Wie die anstehende Sanierung finanziert werden soll, ist aber noch unklar. Die Verantwortlichen der Matterhorn-Gotthard-Bahn führen momentan Verhandlungen mit dem Bundesamt für Verkehr und den Kantonen Uri und Wallis. Sie sollen sich allenfalls an der Generalüberholung beteiligen.

Vor allem Nachtarbeiten geplant

Die Matterhorn-Gotthard-Bahn will noch in diesem Jahr ein Auflageprojekt erarbeiten, damit bereits 2013 die ersten Sanierungsmassnahmen im Tunnel ausgeführt werden können. Die Bahn plant, die anstehenden Bautätigkeiten auf mehrere Jahre zu verteilen. «Ein Grossteil der Arbeiten wird in Nachtarbeit erledigt, damit die Auswirkungen auf den Bahnverkehr möglichst gering sind», hält Helmut Biner, Pressesprecher der Matterhorn-Gotthard-Bahn, auf Anfrage fest. Eine längere Schliessung des Tunnels werde es vermutlich erst 2017 oder 2018 geben.

Elias Bricker / Neue UZ

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