2. Wahlgang: Mitteparteien stärken sich gegenseitig

Im Kanton Uri werden am 15. April die zwei noch vakanten Plätze in der Regierung besetzt. Um ihre beiden Sitze ins Trockene zu bringen, sind CVP und FDP eine Listenverbindung eingegangen. Ob die SVP diese Allianz aufbrechen kann, ist offen.

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Sie haben den Einzug in den Regierungsrat im ersten Wahlgang geschafft: (v.l.) Josef Dittli, Beat Arnold, Beat Jörg, Heidi Zgraggen und Markus Züst. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Sie haben den Einzug in den Regierungsrat im ersten Wahlgang geschafft: (v.l.) Josef Dittli, Beat Arnold, Beat Jörg, Heidi Zgraggen und Markus Züst. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Wahl in die Regierung auf Anhieb geschafft hatten am 11. März Josef Dittli (FDP/bisher), Heidi Z'graggen (CVP/bisher), Beat Arnold (SVP/bisher), Markus Züst (SP/bisher) und Beat Jörg (CVP/neu). Um die zwei freien Plätze in der Urner Exekutive kämpfen nun noch vier Personen: Urban Camenzind (CVP), Barbara Bär (FDP), Josef Schuler (SVP) und der wild kandidierende CVP-Mann Erich Herger. CVP und FDP haben sich für eine gemeinsame Liste entschieden.

Gute Ausgangslage für CVP

Bereits im ersten Wahlgang hatte sich die SVP zum Ziel gesetzt, einen zweiten Sitz zu erobern. Daran hält sie auch in der zweiten Runde fest. Doch das Resultat der ersten Runde deutet darauf hin, dass die SVP einen schweren Stand haben wird: Schuler erzielte das zweitschlechteste Resultat. Etwas gelassener blickt die CVP dem 15. April entgegen. Die Chancen sind intakt, dass sie weiter mit einem Trio in der Regierung einsitzen kann. Einerseits konnte die CVP im ersten Wahlgang bereits zwei ihrer drei Sitze verteidigen. Andererseits liegt ihr Kandidat Urban Camenzind für den zweiten Wahlgang in Pole-Position. In der ersten Runde erzielte er das beste Resultat der Nichtgewählten.

Nicht klar ist, wie viele Stimmen ihm Erich Herger wegschnappen wird. Der Gemeindepräsident von Bürglen wurde von seiner Partei, der CVP, offiziell nicht nominiert. Er liess sich aber nicht entmutigen und trat ohne Partei im Rücken an. Dabei schaffte er es auf Platz drei der Rangliste der Nichtgewählten.

Bär nun offizielle Kandidatin

Auch Barbara Bär, die ehemalige Gemeindepräsidentin von Altdorf, war von der FDP nicht nominiert worden. Sie trat als wilde Kandidatin an und erhielt unter den Nichtgewählten am zweitmeisten Stimmen. Der offizielle FDP-Kandidat Thomas Arnold dagegen landete abgeschlagen auf dem letzten Platz. Für die zweite Runde hat die FDP nun Bär nominiert.

sda