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20 Flintenschützen üben ihre Treffsicherheit

Nach über 10 Jahren hat der Urner Jägerverein wieder einen Flintenschiesskurs organisiert.
Georg Epp
Franziska Wüthrich und Hans Arnold profitierten vom Kurs. (Bild: Georg Epp, Wassen, 11. Mai 2019)

Franziska Wüthrich und Hans Arnold profitierten vom Kurs. (Bild: Georg Epp, Wassen, 11. Mai 2019)

Wer im Kanton Uri ein Jagdpatent lösen will, muss neu nach eidgenössischer Gesetzgebung jährlich einen Treffsicherheitsnachweis vorlegen können. Damit sind die Anforderungen gegenüber der bisherigen einfachen Einschiesspflicht deutlich gestiegen. Dies merkte auch die Schiesskommission des Urner Jägervereins. Sie startete vor einem Monat mit viel Betrieb die Trainingsschiessen.

Mit Kugelprogramm schaffen es die meisten, die Anforderung auf die stehende Reh- oder Gamsscheibe zu erfüllen, gefordert werden 4 Treffer (als Treffer gelten Punkte 8, 9 oder 10). «Im Schiessprogramm Schrot ist es einiges schwieriger geworden, die Anforderung auf Anhieb zu erfüllen», meinte der neue Schiesskommissionspräsident Kilian Lagnaz. Der erfahrene Flintenschütze, mehrfache Urner Jagdmeister und Organisator des Klausen-Garage-Cups zeigte sich spontan bereit, mit seinen Helfern nach über 10 Jahren wieder einmal einen Flintenschiesskurs zu organisieren. Nach kurzer Einführung über Waffenhandhabung, Sicherheit, Verhalten auf dem Jagdschiesstand und Stellungen beim Flintenschiessen startete man am vergangenen Samstag, 11. Mai, in der Jagdschiessanlage Standel in Wassen sofort mit dem Schrotschiessen auf die bewegten Ziele.

Treffsicherheit von grosser Bedeutung für Jäger

20 motivierte Flintenschützen, unter ihnen mit Franziska Wüthrich-Simmen aus Realp und Sportschützin Belinda Gamma auch zwei Frauen, zeigten sich begeistert vom Kurs. Franziska Wüthrich hatte vor kurzem die Urner Jagdprüfung absolviert und wird im Herbst mit Vater Toni Simmen erstmals auf die Pirsch gehen. Belinda Gamma, die routinierte Pistolenschützin, erhofft sich nach diesem Kurs vor allem eine klare Verbesserung am Klausen-Garage-Cup, der am 9. und 10. August über die Bühne gehen wird. Das Ergebnis des sportlichen Flintenschiessens ist oft entscheidend dafür, ob man einen Spitzenplatz beim Jagdschiessen erobert.

Die sichere Handhabung der Waffe und eine gute Treffsicherheit sind aber auch unverzichtbare Bestandteile einer verantwortungsbewussten Jagd. Auf der Jagd gilt: Der erste Schuss zählt. Die Treffsicherheit ist aus Gründen des Tierschutzes, der Sicherheit, der Wildbretgewinnung und nicht zuletzt aufgrund einer effizienten Jagd als Grundhandwerk der Jäger von herausragender Bedeutung. Regelmässiges Schiesstraining und der überprüfbare Nachweis der Treffsicherheit sollten daher für jeden Jäger zur Selbstverständlichkeit gehören. Zum guten Schützen wird man nicht auf der Jagd, sondern im Schiessstand. Nur wer hier zuverlässig trifft, ist gerüstet, um auch unter jagdlichen Bedingungen einen weidgerechten Schuss anzubringen.

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