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Landeskirche Uri beteiligt sich
an Kosten des Papsbesuchs

Die römisch-katholische Landeskirche Uri hat 2017 schwarze Zahlen schreiben können. An der Uri 18 sollen aber zumindest in finanzieller Hinsicht trotzdem kleine Brötchen gebacken werden.
Urs Hanhart
Gunthard Orglmeister, der Präsident des Kleinen Landeskirchenrats Uri, orientierte unter anderem auch über den Papstbesuch in Schweiz. (Bild: Urs Hanhart Altdorf, 6. Juni 2018)

Gunthard Orglmeister, der Präsident des Kleinen Landeskirchenrats Uri, orientierte unter anderem auch über den Papstbesuch in Schweiz. (Bild: Urs Hanhart Altdorf, 6. Juni 2018)

Im Zentrum der Frühjahrsversammlung des Grossen Landeskirchenrats der römisch-katholischen Landeskirche Uri vom Mittwoch im Altdorfer Landratssaal stand die Beratung der Jahresrechnung 2017. Diese weist sehr erfreuliche Zahlen aus. Bei einem Aufwand von rund 1,23 Millionen Franken schliesst sie mit einem Ertragsüberschuss von rund 22'800 Franken ab. Das ist rund 25'900 Franken besser als budgetiert. Die Kostenstellen Verwaltung, Jugendseelsorge und Katechese verzeichnen allesamt einen Ertragsüberschuss. In den anderen gab es nur geringfügige Verluste. Das Eigenkapital der Landeskirche Uri erhöhte sich auf 273'400 Franken.

Apropos Geld: Am 21. Juni besucht Papst Franziskus bekanntlich die Schweiz. Er wird in Genf auftreten. «Dieser Papstbesuch ist nicht ganz gratis zu haben», sagte Gunthard Orglmeister, der Präsident des Kleinen Landeskirchenrats. «Er kostet zirka 1 Million Franken. Das betreffende Bistum kann dies nicht alleine aufbringen.» Deshalb habe die Römisch-Katholische Zentralkonferenz (RKZ) für diesen Zweck 300000 Franken gesprochen. Die Landeskirche Uri beteilige sich mit einem proportionalen Anteil von 3000 Franken. Das sei sicherlich sinnvoll investiertes Geld, denn ein solcher Papstbesuch habe eine grosse Ausstrahlung und erhöhe die Präsenz der katholischen Kirche.

Von Amtszeitverlängerung überrascht

In seinem Jahresbericht 2017 kam Orglmeister unter anderem auf das Bistum Chur zu sprechen. «Es hat uns überrascht, dass die Amtszeit von Bischof Vitus Huonder nochmals um zwei Jahre verlängert worden ist.» Das habe man zum Anlass genommen, um mit dem Bischof ein Gespräch zu führen. «Wir wollten von ihm erfahren, was seine Ideen und Visionen für den Kanton Uri sind», so Orglmeister. «Diese Aussprache ist durchaus wertschätzend und offen verlaufen und war sicherlich für beide Seiten wertvoll.»

Hauptansprechpartner in kirchlichen Angelegenheiten seien allerdings nach wie vor Dekan Daniel Krieg und Generalvikar Martin Kopp. Mit ihnen gebe es einen regen Austausch, und die Zusammenarbeit klappe ausgezeichnet.

Plattform, um die Richtung zu überprüfen

Als wertvolle Plattform, um zu spüren, ob man in die richtige Richtung gehe, bezeichnete Orglmeister die Kirchenräte-Konferenz. Beim letzten Treffen habe man unter anderem diskutiert, wie stark die Präsenz an der Wirtschafts- und Erlebnismesse Uri 18 ausfallen solle. Dazu sagte er: «Wir sind übereingekommen, dass unser Engagement, insbesondere in finanzieller Hinsicht, nicht allzu gross wird.»

2007 wurden der kirchlich-konfessionelle Religionsunterricht und die Seelsorge an der Kantonalen Mittelschule Uri wieder eingeführt, zunächst nur provisorisch. Inzwischen ist das Ganze verlängert worden. Die dazugehörige Verordnung ist nun in Zusammenarbeit mit der evangelisch-reformierten Landeskirche Uri überarbeitet worden. Von den Ratsmitgliedern wurde die neue Version einstimmig genehmigt.

Fusionen sind zurzeit kein Thema

An der Herbstversammlung 2017 hatten die Silener Ratsmitglieder Irene Wipfli und Marcel Jauch Fragen zu Fusionen von Kirchgemeinden in Uri gestellt. Auf diese parlamentarische Anfrage lieferte Orglmeister nun die Antworten. Er betonte: «Wir haben keine Kenntnis von geplanten Fusionen. Falls zwei Kirchgemeinden fusionieren möchten, braucht es die Zustimmung der betreffenden Kirchgemeinden. Eine kantonale Volksabstimmung unter den Katholiken ist nicht nötig, aber eine Abstimmung im Grossen Landeskirchenrat.»

Nachfolger für Paul Gisler gesucht

Zum Schluss wurde bekanntgegeben, dass Paul Gisler, Schattdorf, altershalber als Mitglied des Kleinen Landkirchenrats zurücktreten wird. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin soll an der Herbstversammlung 2018 gewählt werden. Allerdings ist man derzeit noch auf der Suche nach Kandidaten.

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