2019 hat bei der Treib-Seelisberg-Bahn noch alles gepasst

Die Bergbahn kann das Geschäftsjahr mit einem positiven Rechnungsergebnis abschliessen. Ab Samstag, 6. Juni, wird sie wieder fahren.

Christoph Näpflin
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Ab dem 6. Juni wird die Treib-Seelisberg-Bahn wieder Gäste von der Schiffstation Treib nach Seelisberg fahren können.

Ab dem 6. Juni wird die Treib-Seelisberg-Bahn wieder Gäste von der Schiffstation Treib nach Seelisberg fahren können.

Bild: Christoph Näpflin (Seelisberg, 25. April 2019)

Die Treib-Seelisberg-Bahn AG schaut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Auf den 10'000 Fahrten mit der nostalgischen Standseilbahn fuhren 100'000 Personen mit und brachten der Bergbahn einen Verkehrsertrag von 461'000 Franken. Damit war sie erneut erfolgreich unterwegs. Die meisten Gäste stammen aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland. Eine gemeinsame Billettaktion mit der Schwyzer Oberallmend-Kor­poration brachte im Herbst nochmals viele Gäste auf die Treib-­Seelisberg-Bahn. Ungefähr jeder dritte Gast war mit einer Reisegruppe nach Seelisberg unterwegs. Die Angebote mit Essen, Bergbahn und Schifffahrt in Seelisberg oder in Isenthal waren die meistgebuchten Angebote für Gruppen.

Die Schwerpunktwerbung in Belgien brachte Seelisberg über 4000 Übernachtungen ein. Diese Gäste waren alle auch einmal mit der Bergbahn unterwegs und buchten weitere Angebote und Leistungen der ganzen Region über die Treib-Seelisberg­-Bahn AG.

Ab August neues Angebot «Geschichtsreise»

«Mit der neuen Freiluftausstellung ‹Geschichtsreise Seelisberg–Rütli›, welche von Treib über Seelisberg zum Rütli führt, wird ab dem 1. August 2020 eine neue und pfiffige Attraktion in Seelisberg für besondere Akzente sorgen und auch der Bergbahn Gäste bringen», freut sich Verwaltungsratspräsidentin Barbara Merz Wipfli über die neue, 500'000 Franken teure Attraktion für Seelisberg und die ganze Region am Urnersee.

Die Treib-Seelisberg-Bahn arbeitet mit den Tourismus­orten rund um die Klewenalp und mit den Bergbahnen Beckenried Emmetten AG bei der Vermarktung und Gästebetreuung zusammen. Im letzten Jahr konnte die neue Strategie ausgearbeitet und die dafür nötigen Strukturen geschaffen werden.

Die Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut

Es stehen nun Marketinginstrumente und Mitarbeiter zur Verfügung, welche in diesem Jahr für den Verkauf der gemeinsamen Angebote und Produkte, wie etwa die «Via Urschweiz», eingesetzt werden. Im von Uri Tourismus initiierten überkantonalen Projekt der «Wiege der Urschweiz» wird dereinst auch die Treib-Seelisberg-Bahn eine Rolle spielen können. «Mit Investitionen von rund 300'000 Franken in die beiden Stationen und in ein neues Zugseil konnten wir die Weichen stellen für den Erhalt einer sicheren und zeitgemässen Infrastruktur unserer Bergbahn» betont die Verwaltungsratspräsidentin.

Wie alle Bergbahnen und auch die Schifffahrt, steht auch die Treib-Seelisberg-Bahn mehr oder weniger still. «Die Bahn ist nur ein paar wenige Male unterwegs, um Anschlussreisende von Volligen zum Schiffsersatzbus Seelisberg–Flüelen zu fahren, und das auch nur an Wochentagen», bedauert Barbara Merz Wipfli. Doch am 6. Juni werden die ersten Schiffe wieder mit einem zwar noch eingeschränkten Fahrplan nach Treib fahren und so kann die Treib-Seelisberg-Bahn ihren Betrieb mit Verspätung doch noch aufnehmen.

Saisonstart Anfang Juni mit Schutzkonzept

Wie im öffentlichen Verkehr gilt auch für die Fahrt mit der Bergbahn ein Schutzkonzept, das Gäste und Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen soll. Die Praxis wird ab Juni zeigen, wie viele Fahrgäste trotz der Einschränkungen mit Schiff und Bergbahn nach Seelisberg fahren werden.