30 JAHRE TEXAID: «Wir haben grosses Vertrauen»

Die Texaid feiert heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum. Mit Erfolg: Das neue Sortierwerk in Schattdorf hat sich zum modernsten auf der ganzen Welt entwickelt.

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Per Sprachsteuerung werden Textilien in der computergesteuerten Sortieranlage über ein Fliessbandsystem in den richtigen Behälter geleitet. (Bild Georg Epp/Neue UZ)

Per Sprachsteuerung werden Textilien in der computergesteuerten Sortieranlage über ein Fliessbandsystem in den richtigen Behälter geleitet. (Bild Georg Epp/Neue UZ)

Seit sechs Schweizer Hilfswerke im Jahr 1978 die Sammelorganisation Texaid ins Leben riefen, wurden rund 370'000 Tonnen Alttextilien gesammelt. Über 150 Millionen Franken flossen seither in die Kassen der Hilfswerke, Samaritervereine, Kolpingfamilien und Jugendorganisationen.

Nach dem Start in Brunnen ist die Texaid seit 1982 in Schattdorf beheimatet. Trotz riesiger Unwetterschäden im Jahr 2005 entschloss man sich, knapp 4 Millionen Franken in die Modernisierung des einzigen Textilsortierwerks in der Schweiz zu investieren. «Wir haben grosses Vertrauen in die Urner Regierung», meinte Beat Alder, Mitglied des Verwaltungsrates, anlässlich des 30-Jahr-Firmenjubiläums vom Dienstag.

Know-how gesichert
Die Hilfswerke erkannten schnell den immensen Mehrwert, den die professionelle Verarbeitung der Sammelware hierzulande mit sich bringen würde. Aus diesem Grund sicherten sie sich das praktische Know-how bezüglich Planung und Betrieb durch den seit Generationen im Textilrecycling tätigen Unternehmer Heinz Knecht, der sich auch finanziell am neu gebauten Sortierwerk in der Gemeinde Schattdorf beteiligte.

20'000 Tonnen pro Jahr
Heute sammelt Texaid jährlich über 20'000 Tonnen Kleider, Schuhe und Haushalttextilien. Seit längerem schon reichten die Kapazitäten im Sortierwerk Schattdorf und in der seit 1999 in Betrieb genommenen kleinen Zürcher Sortieranlage nicht mehr aus, diese Mengen zu verarbeiten.

Im Februar startete deshalb in Schattdorf die modernste Sortieranlage der Welt: ergonomisch angenehme Arbeitsplätze, sprachgesteuerte Klassifizierung jedes einzelnen Textilstücks und computergesteuerte Sortierstrasse. Rund sechzig Mitarbeiter verarbeiten nun gut zwei Drittel des gesamten Sammelgutes. Die gesteigerte Effizienz des neuen Werkes sichert wertvolle Arbeitsplätze.

Georg Epp

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.