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40 TAGE AUF WANDERSCHAFT: Wir halten uns an Konfuzius: Der Weg ist das Ziel

Urner Alpenkranz live
Sanna Laurén und Markus Fehlmann
Steinmanndli auf 2255 Metern über Meer beim Hüfifeld und neben dem Hüfifirn. (Bild: Markus Fehlmann (Bristen, 19. Juli 2017))

Steinmanndli auf 2255 Metern über Meer beim Hüfifeld und neben dem Hüfifirn. (Bild: Markus Fehlmann (Bristen, 19. Juli 2017))

In einer beschleunigten Zeit, in der weiter, höher, schneller und so weiter als Werte gelten, um öffentliche Beachtung, Anerkennung und Sponsoring zu erhalten, ist es manchmal schwierig, sich auf das Normale und Alltägliche im Hier und Jetzt zurückzubesinnen. Doch wenn wir uns unterwegs die Zeit nehmen, all das zu beachten, was es auf dem Weg zu entdecken gibt, realisieren wir nach und nach, wie vielfältig die Fauna und Flora und auch die vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft ist. Unsere Alp- und Berglandschaft ist neben einem Bewegungs- und Sportraum eine Schatzkiste voller Geschichten, Naturschönheiten und Wunder! Die Augen dafür offenzuhalten, um einzelne dieser Schätze für unseren ganz persönlichen Erfahrungsschatz zu heben, üben wir auf unserem Weg Tag für Tag.

«Der Weg ist das Ziel»: Schon Konfuzius hatte diese Eingebung und Erfahrung gemacht. Dass diese Art und Weise in der Entschleunigung wandernd unterwegs zu sein, einen Kulturwandel bedeuten kann, merken wir dann, wenn wir Besuch von Mitwandernden haben, die mehr auf Zeit und die eigene sportliche Leistung bedacht sind. Eine Fernwanderung, wie wir sie unternehmen, unterscheidet sich in verschiedenen Belangen von Tagestouren. Damit meinen wir nicht nur den schweren Rucksack. Für einmal zählen Langsamkeit und Beschaulichkeit zum Unterwegssein.

Von einem Glarner Bergführer habe ich dann auch mal in einem Lawinenkurs gelernt, dass wir in Richtung Gipfel gehen und nicht auf den Gipfel, dass also der Weg das Ziel ist. Wir müssen stets offen sein bei Schlüsselstellen, immer wieder von neuem zu beurteilen und zu entscheiden, ob wir auf dem Weg bleiben sollen oder ob es gute Gründe gibt, den Weg der Situation entsprechend anzupassen. Diese Haltung nimmt uns einen entscheidenden Druck weg. Das definierte Ziel zu erreichen respektive die Möglichkeit, auf dem Gipfel anzukommen, motiviert uns, ist aber nicht das eigentliche und oberste Ziel.

So halten wir es auch auf unserer Alpenkranz live!-Tour. Wir versuchen, Schritt für Schritt in die geplante Richtung zu gehen, sind aber doch offen, Anpassungen vorzunehmen, wenn es der Weg bedarf.

Nach zwanzig Etappen sind wir gesund und zufrieden in der Vermigelhütte angekommen – reich an neuen Erfahrungen und Begegnungen sowie das Herz voller Schätze. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern die Zeit, auch wieder einmal selber unterwegs kleine Beobachtungen und Anekdoten als persönliche Erfahrung zu sammeln.









Sanna Laurén und Markus Fehlmann

redaktion@urnerzeitung.ch






Hinweis

Sanna Laurén und Markus Fehlmann absolvieren gegenwärtig den Urner Alpenkranz am Stück. Die Routensammlung umfasst insgesamt 40 Etappen. Jeweils einmal pro Woche machen die beiden Wanderer einen Tag Pause. In unserer Zeitung berichten sie wöchentlich einmal von ihren Erlebnissen und Begegnungen, die sie unterwegs machen. Weitere Infos findet man auch unter www.alpenkranz.ch.

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