Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Dätwyler Gruppe zahlt 51 Millionen Franken Dividende aus

Die Aktionäre der Dätwyler Gruppe haben am Dienstag sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrates zugestimmt. Neu im Rat nimmt Jens Breu Einsitz. CEO Dirk Lambrecht machte zudem ein Zugeständnis zum Standort Uri.
Florian Arnold
Verwaltungsratspräsident Paul Hälg appelliert daran, das Erfolgsrezept der Schweiz zu wahren. (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 12. März 2019)

Verwaltungsratspräsident Paul Hälg appelliert daran, das Erfolgsrezept der Schweiz zu wahren. (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 12. März 2019)

121 Millionen Franken hat die Dätwyler Gruppe vergangenes Jahr an Gewinn erwirtschaftet, dies bei einem Netto-Umsatz von 1,362 Milliarden. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 123,7 Millionen.

An der Generalversammlung am Dienstagabend im Theater Uri in Altdorf wurde deshalb den über 260 anwesenden Aktionären vorgeschlagen, gesamthaft eine Dividende von 51 Millionen auszubezahlen, je 3 Franken pro Inhaberaktie und 60 Rappen pro Namensaktie. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 42,1 Prozent des Nettoergebnisses. Dem Vorschlag wurde mit grossem Mehr zugestimmt.

CEO Dirk Lambrecht: «Wirtschaftsförderung im wahrsten Sinn des Wortes»

Dätwyler-CEO Dirk Lambrecht beleuchtete in seinem Rück- und Ausblick die einzelnen Konzernbereiche. «Sealing Solutions» macht zurzeit zwei Drittel des Umsatzes aus. Der Umsatz konnte in diesem Bereich um 7 Prozent gesteigert werden. Am wichtigsten sind die Produkte für die Medizinbranche («Health Care»). Der Bereich «Technical Components» macht rund einen Drittel des Umsatzes aus. Die Zahlen konnten gegenüber denen des Vorjahrs gehalten werden. Im nächsten Jahr will Dätwyler den Umsatz steigern auf 1,45 bis 1,5 Milliarden Franken.

Lambrecht unterliess es nicht, ein klares Zugeständnis zum Standort Uri zu machen. Dätwyler sei nicht nur der grösste private Arbeitgeber, sondern es profitierten auch rund 200 Urner Unternehmen von Aufträgen. «Es freut mich, dass wir auf diese Weise im wahrsten Sinne des Wortes Wirtschaftsförderung betreiben», so Lambrecht.

«Gute Zeiten nutzen, um gewappnet zu sein»

Verwaltungsratspräsident Paul Hälg öffnete in seinem Referat den Fokus auf die gesamte Wirtschaftslage. Der Boom der vergangenen zehn Jahre – notabene der am längsten anhaltende der Geschichte – sei trügerisch. Denn bei genauerem Hinsehen entpuppe sich die Lage als labil. So habe etwa die Geldpolitik der Notenbanken eine Wirtschaftskrise verhindert, aber auch zu Fehlanreizen geführt. In den unsicheren Zeiten müsse man sich als Staat umso mehr auf jene Themen konzentrieren, die man selber beeinflussen könne.

«Wir wollen die guten Zeiten nutzen, um uns für alle Eventualitäten zu wappnen und um kontinuierlich an unserer Wettbewerbsfähigkeit zu arbeiten.»

Das Erfolgsrezept der Schweiz sei ein Mix aus Offenheit, flexiblem Arbeitsmarkt, dualer Ausbildung, stabilem politischem System und sozialem Netz. «Diese Stärken sollten wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen», so Hälg. Die Schweiz dürfe sich nicht abschotten, sondern müsse Brücken bauen.

«Wir arbeiten an den richtigen Themen, damit wir auch in immer volatileren, unsichereren und komplexeren Märkten erfolgreich Mehrwert für unsere Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter erarbeiten können», schlug er den Bogen zur Strategie der Dätwyler Gruppe. Diese orientiert sich an folgenden Grundsätzen: profitables Wachstum, beschleunigte Digitalisierung und gesteigerte Agilität.

Neues Mitglied kennt den Markt

Neu als Vertreter der Inhaberaktionäre in den Verwaltungsrat gewählt wurde an der Generalversammlung Jens Breu. Der 46-jährige Maschinenbauingenieur ist seit Anfang 2016 CEO der börsennotierten SFS Group. Er verfüge über eine breite unternehmerische Erfahrung und kenne die Zielmärkte von Dätwyler, führte Verwaltungsratspräsident Hälg aus.

Mit Breu besteht der Rat nun aus acht Personen. Wiedergewählt wurden Präsident Hälg, Hanspeter Fässler, Claude Cornaz, Gabi Huber, Hanno Ulmer, Zhiqiang Zhang sowie Jürg Fedier als weiterer Vertreter der Inhaberaktionäre. Fässler, Huber und Cornaz wurden zudem als Mitglieder des Nominierungs- und Vergütungsausschusses bestimmt. Bestätigt wurden die Revisionsstelle KPMG AG, Zürich, sowie der unabhängige Stimmrechtsvertreter Remo Baumann.

Die maximale Gesamtsumme für die Vergütungen des Verwaltungsrats wurde auf 2,4 Millionen Franken festgelegt (bis zur kommenden Generalversammlung). Jene für die Konzernleitung auf 8,8 Millionen Franken (Geschäftsjahr 2020).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.