5:2-Sieg gegen Langnau: Die Formkurve des EVZ zeigt nach oben

Die Zuger besiegen zahme SCL Tigers ohne grössere Probleme. Captain Raphael Diaz hat in den vergangenen sechs Spielen immer getroffen.

Philipp Zurfluh
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Die Zuger hatten gegen die SCL Tigers viel zu jubeln.

Die Zuger hatten gegen die SCL Tigers viel zu jubeln.

Bild: Georgios Kefalas/Keystone

Beim 5:2-Erfolg gegen Langnau feierte der EV Zug seinen fünften Sieg in den letzten sechs Meisterschaftspielen. «Wir gehen in die richtige Richtung und haben uns stabilisiert», meinte EVZ-Trainer Dan Tangnes nach Spielende. Die 4:5-Heimniederlage Mitte November gegen den HC Davos sei ein Weckruf gewesen. «Wir wissen jetzt was es braucht, um Spiele zu gewinnen.» An Goalie Leonardo Genoni, der nach einer dreiwöchigen Verletzungspause wieder auf dem Eis stand, sprach er ein Lob aus: «Er hat wichtige Paraden im richtigen Moment gezeigt.»

Eben dieser Genoni wurde im ersten Drittel wenig gefordert. Die Zuger waren agiler, präsenter und effizient im Abschluss. Zwar mussten sich die Heimfans – unter denen auch der finnische Formel-1-Rennfahrer Kimi Räikkönen gesichtet wurde – acht Minuten lang gedulden, bis sie zum ersten Mal jubeln konnten. Doch dann hatten sie gleich doppelten Grund zur Freude. Innerhalb von 90 Sekunden markierte der EVZ zwei Treffer. Zunächst traf Jan Kovar nach schöner Vorarbeit von Lino Martschini, anschliessend liess Dario Simion mit einem satten Schuss Tigers-Goalie Ivars Punnenovs keine Chance. Der sich seit Wochen in starker Form befindende Verteidiger EVZ-Captain Raphael Diaz erhöhte in der 14. Minute gar auf 3:0. Es hat in den letzten sechs Meisterschaftsspielen immer getroffen. Für den Verteidiger endete eine aufregende Woche. Am Mittwoch ist er Vater eines Mädchens geworden.

Langnauer treffen zweimal in Überzahl

Weniger glücklich dürfte Langnau-Trainer Heinz Ehlers gewesen sein. Er setzte nach dem ersten Drittel mit einem Goaliewechsel ein Zeichen. Damiano Ciaccio ersetzte Ivars Punnenovs. Die Gäste fanden besser ins Spiel und kamen auf ein Tor heran - dank des Powerplays. Anthony Hugueninin netzte ebenso in Überzahl ein wie Raphael Kuonen. Der knappe Spielstand täuschte etwas über das Geschehen hinweg, denn die Zuger führten die feinere Klinge. Bei Gleichbestand auf dem Eis liessen sie den Emmentalern nur selten Raum für Kombinationen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels rückte Stürmer Grégory Hofmann die Verhältnisse aus Zuger Sicht wieder ins rechte Licht. Nach Pass von Miro Zryd hatte der 17-fache Saisontorschütze leichtes Spiel. Flügelflitzer Lino Martschini legte im letzten Abschnitt zum 5:2-Endstand nach. «Die Defensivarbeit läuft nun besser», sagte der 26-Jährige, der auch zwei Assists verbuchen konnte. «Alle vier Linien geben nach hinten Vollgas, und vorne machen wir die Tore.»

Vor der Partie liess EVZ-Sportchef Reto Kläy verlauten, dass die beiden Langzeitverletzten Erik Thorell und Sven Senteler noch vor Weihnachten in den Meisterschaftsbetrieb zurückkehren könnten. Verteidiger Tobias Geisser, der bis Ende Saison vom NHL-Team Washington Capitals ausgeliehen wird, trifft am Sonntag in Zug ein. Ein Einsatz am Dienstag in der Champions League könnte aber noch zu früh kommen.

Der EVZ kann bereits heute seinen Aufwärtstendenz bestätigen. Im Gotthard-Derby kommt es auswärts zum Duell mit dem HC Ambri-Piotta. Die ersten beiden Saisonduelle konnte Zug für sich entscheiden.