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7 von 10 hochbetagten Urnern
leben in einem Heim

Ende 2017 lebten in den zehn Alters- und Pflegeheimen im Kanton Uri 520 Personen. Die mittlere Auslastung lag im Jahr 2017 bei 92,7 Prozent. Im Schnitt dauert ein Langzeitaufenthalt 2,4 Jahre. Das geht aus den neusten Zahlen von Statistik Luzern (Lustat) hervor.
Bruno Arnold
Die Urner Alters- und Pflegeheime registrierten 2017 im Jahresmittel 746 Angestellte, die insgesamt 509 Vollzeitstellen besetzten. (Symbolbild: Florian Arnold)

Die Urner Alters- und Pflegeheime registrierten 2017 im Jahresmittel 746 Angestellte, die insgesamt 509 Vollzeitstellen besetzten. (Symbolbild: Florian Arnold)

Anfang 2017 verfügten die zehn Alters- und Pflegeheime im Kanton Uri über 571 stationäre Plätze für Pflege und Betreuung (2016: 572). Sie wurden Ende 2017 von total 520 Bewohnern belegt. Die mittlere Auslastung lag bei 92,7 Prozent. Insgesamt waren 68 Prozent der Heimbewohner weiblich.

Kanton Uri hat den höchsten Anteil

Der Anteil der 65-jährigen und älteren Urner, die in einem Alters- und Pflegeheim leben, nimmt seit Jahren ab, ist aber mit 7,1 Prozent im Vergleich zu den anderen Zentralschweizer Kantonen (6,4 Prozent) am grössten. Mit dem Alter nimmt der Anteil der Heimbewohner zu. 2017 verbrachten 7 Prozent der 75- bis 84-jährigen und 29 Prozent der 85- bis 94-jährigen Urner den Lebensabend in einem Alters- und Pflegeheim. In der Altersgruppe der Ab-95-Jährigen lebten fast 7 von 10 Personen im Heim und nicht zu Hause. Das waren 50 Personen respektive 69 Prozent.

«Der Frauenanteil in den Alters- und Pflegeheimen steigt mit zunehmendem Alter», schreibt Statistik Luzern im Auswertungsbericht, der am Donnerstag erschienen ist. «Frauen benötigen eher Pflegeleistungen als Männer, da sie eine höhere Lebenserwartung haben und im Alter häufiger allein leben. Männer können anderseits im Fall einer Pflegebedürftigkeit eher auf die Unterstützung der Partnerin zurückgreifen. »

Langzeitaufenthalt dauerte im Durchschnitt 2,4 Jahre

Über das gesamte Jahr betrachtet, wurden in den Urner Alters- und Pflegeheimen 366 Eintritte verzeichnet. 31 Prozent der Eintritte erfolgten für einen Kurzzeitaufenthalt zur Entlastung, als Übergangslösung oder für Ferien. Deren Zahl nahm im Vorjahresvergleich um 21 Prozent ab (2016: 141; 2017: 112). Während nach einem Kurzzeitaufenthalt meist wieder nach Hause zurückgekehrt wurde, endeten Langzeitaufenthalte mehrheitlich mit dem Tod (77 Prozent). Im Durchschnitt dauerte ein Langzeitaufenthalt 2,4 (2016: 2,6) Jahre. Im Kanton Uri war die Aufenthaltsdauer im Zentralschweizer Vergleich (2,7 Jahre) am kürzesten. «Das hat vor allem mit der Geriatrieabteilung des Kantonsspitals Uri zu tun, die über einen vergleichsweise hohen Anteil an Plätzen für Zwischenlösungen verfügt», heisst es im Lustat-Bericht. «Diese werden von Personen genutzt, die entweder auf einen Langzeitpflegeplatz warten oder nach einem Spitalaufenthalt eine Nachbetreuung benötigen.»

Weniger fakturierte Heimtage

In den Urner Alters- und Pflegeheimen wurden 2017 rund 193'000 Heimtage fakturiert, knapp 17'400 Tage oder 8 Prozent weniger als 2011. Die Zahl der Aufenthaltstage (ohne Reservationstage) betrug 190'000. Gemäss Verordnung zum Krankenversicherungsgesetz wird der Pflegeaufwand für die Bewohner in 12 Pflegestufen unterteilt, wobei jede Stufe einer Zunahme des täglichen Pflegeaufwands um 20 Minuten entspricht. Der Anteil der Aufenthaltstage mit keinem oder sehr niedrigem Pflegebedarf bis Pflegestufe 2 (bis 40 Minuten/Tag) war seit 2012 rückläufig (2012: 31 Prozent; 2017: 22 Prozent). Der Anteil der fakturierten Tage mit einem sehr hohen Pflegeaufwand (Pflegestufen 8 bis 12; über 141 Minuten pro Tag) nahm seit 2012 – mit Schwankungen – leicht zu und lag im Jahr 2017 bei 20 Prozent.

746 Personen für 509 Vollzeitstellen

Die Urner Alters- und Pflegeheime registrierten 2017 im Jahresmittel 746 Angestellte, die insgesamt 509 Vollzeitstellen besetzten. Die Stellenzahl nahm im Vergleich zum Vorjahr kaum zu, die Zahl der Beschäftigten ging ist hingegen leicht zurückgegangen (2016: 764 Beschäftigte, 508 Vollzeitstellen). Das Betreuungsverhältnis steigt seit 2012 kontinuierlich an und betrug 2,7 Vollzeitstellen pro 1000 fakturierte Tage (2012: 2,2 Vollzeitstellen). 45 Prozent der Belegschaft waren über 50 Jahre alt.

Beinahe die Hälfte der insgesamt 331 Pflegestellen hatte das Fachpersonal inne (44 Prozent). Das Assistenzpersonal besetzte 7 Prozent der Stellen. 27 Prozent der Stellen wurden von Personen mit einem Abschluss als Pflegehelfer SRK oder Praktikant ausgeübt. Der Anteil an Ausbildungsstellen wächst seit Jahren kontinuierlich. 2017 waren es 19 Prozent.

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