ABBAU: Wegen Stellenabbau: Post soll Firmenteile nach Uri verlagern

Weil Uri vom Stellenabbau bei der Post stärker als andere Kantone betroffen sei, soll das Unternehmen oder eine Tochtergesellschaft eine Betriebseinheit nach Uri verlagern. Der Regierungsrat begrüsst einen Vorstoss aus dem Parlament und hat bereits Gespräche aufgenommen.

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Eine Poststelle im Kanton Uri. (Bild: Elias Bricker)

Eine Poststelle im Kanton Uri. (Bild: Elias Bricker)

Landrat Flavio Gisler (CVP) verlangt in einer parlamentarischen Empfehlung konkrete Schritte seitens der Regierung. Diese soll sich dafür einsetzen, dass die Post insbesondere im Falle von weiteren Stellenreduktionen und Poststellenschliessungen im Kanton durch Auslagerung einer Einheit neue Arbeitsplätze schafft.

Der Landrat rennt dabei offene Türen ein. Der Regierungsrat steht diesbezüglich mit der Post bereits im Gespräch, wie er in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf den Vorstoss festhält. Bei einem Treffen Mitte März legte die Urner Volkswirtschaftsdirektion der Post den Inhalt des Vorstosstexts dar und ersuchte um Gespräche mit den Verantwortlichen.

Die Voraussetzungen im Kanton Uri seien günstig, einen Bereich der Schweizerischen Post oder einer ihrer Tochtergesellschaften anzusiedeln, schreibt der Regierungsrat. Platz sei in der Industriezone Schächenwald, möglicherweise auch in der "Werkmatt Uri" oder in kleineren Objekten im Kanton vorhanden.

Die geografisch zentrale Lage, die schnellen Anbindungen an Strasse und Schiene sowie das grosse Einzugsgebiet für den Arbeitsmarkt aus der Zentralschweiz und dem Tessin sprechen laut Regierungsrat zudem für den Kanton Uri als Post-Standort.

Nach Angaben des Landrats Flavio Gisler gingen in Uri wegen der Verschlankung des Poststellennetzes und im Zuge der Digitalisierung knapp achtzehn Prozent der Stellen bei der Post verloren. Schweizweit habe die Reduktion im Durchschnitt bisher knapp fünf Prozent betragen. (sda)