ABFALLBEWIRTSCHAFTUNG: Die Gemeinden favorisieren die Strasse

Die Gemeinden haben entschieden: Uris Kehricht soll weiterhin auf der Strasse nach Horgen fahren. Papier und Karton werden nicht von der Zaku gesammelt.

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Wie hier in Sarnen sammeln auch im Kanton Uri Jugendorganisationen und Schulen das Altpapier ein. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Wie hier in Sarnen sammeln auch im Kanton Uri Jugendorganisationen und Schulen das Altpapier ein. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Die zentrale Organisation für Abfallbewirtschaftung im Kanton Uri (Zaku AG) konnte gestern Abend an der GV in Altdorf auf ein ausserordentlich gutes Betriebsjahr zurückblicken. Gemäss Verwaltungsratspräsident Franz-Xaver Muheim, Altdorf, wurde 2007 ein Bilanzgewinn von 2,081 Millionen Franken erwirtschaftet. Der vom Verwaltungsrat beantragten Verwendung des Bilanzgewinns wurde zugestimmt. Das heisst: Die angeschlossenen Aktionärsgemeinden erhalten als Gewinnausschüttung 30 Franken pro Einwohner. Insgesamt fliessen also rund 1,043 Millionen Franken in die Urner Gemeindekassen. 1 Million Franken wird als Rückstellung für nicht quantifizierbare Risiken verwendet, und 38'000 Franken werden auf die neue Rechnung vorgetragen.

Zaku sammelt kein Papier
Äusserst deutlich sprachen sich die Delegierten der Gemeinden gegen die vom Verwaltungsrat vorgeschlagene Neuorganisation der Altpapier- und Kartonsammlung aus. Das heisst: In Uri werden wie bisher Jugendorganisationen und Schulen Papiersammlungen durchführen. Sie erhalten dafür von der Zaku einen gleich bleibenden festen Erlös pro Tonne (aktuell: 75 Franken). Der Antrag auf Beibehaltung der bisherigen Regelung war von der Gemeinde Altdorf gestellt worden. Zaku-Geschäftsführer Bernhard Indergand hatte drei Hauptargumente für eine professionelle Sammlung ins Feld geführt:

  • Die Unfallgefahr für die Sammler verringert sich;
  • die Dienstleistung wird für den ganzen Kanton einheitlich;
  • nach der öffentlichen Ausschreibung der Arbeiten ergeben sich marktgerechte Preise.

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.