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ABSTIMMUNG: Die Hörbehinderten wehren sich

Pro Audito Uri, die Organisation für Menschen mit Hörproblemen, lehnt die No-Billag-Initiative entschieden ab.
Der Schweizerische Gehörlosenbund machte mit einer Strassenaktion auf die Problematik aufmerksam. (Bild: Keystone (7. Februar 2018))

Der Schweizerische Gehörlosenbund machte mit einer Strassenaktion auf die Problematik aufmerksam. (Bild: Keystone (7. Februar 2018))

Am 4. März stimmt das Schweizer Volk über die Volksinitiative vom 11. Dezember 2015 «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren» (Abschaffung der Billag-Gebühren) ab. Pro Audito Uri empfiehlt den Stimmberechtigten, ein Nein in die Urne zu legen. «Durch die jahrelangen Bemühungen der Hörbehinderten- und Gehörlosenverbände und dank des Behindertengleichstellungsgesetzes von 2004 ist es gelungen, für viele benachteiligten Menschen einen weitgehend barrierefreien Zugang zu den Sendungen des Schweizer Fernsehens und der Regionalsender zu erreichen», schreibt Josef Burgener, Vorstandsmitglied von Pro Audito Uri, in einer Medienmitteilung. «Wird die No-Billag-Vorlage angenommen, droht die ersatzlose Streichung dieser wichtigen Errungenschaft. Der Zugang zu Informations-, Kultur- und Unterhaltungssendungen würde für Hörbehinderte und Gehörlose praktisch verunmöglicht.»

Um das Anliegen der Menschen mit Hörproblemen zu unterstreichen, rät Pro Audito Uri der Bevölkerung, einmal einen Selbsttest zu machen: «Schalten Sie bei der nächsten «Tagesschau» den Ton aus und versuchen Sie zu erraten, was der Nachrichtensprecher erzählt hat. Auf der Teletextseite 777 können Sie dann die Untertitelung zuschalten.»

«Barrierefreiheit ist nicht gratis zu haben»

Barrierefreie Zugänge zu möglichst vielen Dingen des täglichen Lebens seien für Menschen mit Handicap entscheidend, um ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben führen zu können, heisst es in der Mitteilung. «Diese Barrierefreiheit ist leider nicht gratis zu haben und erfordert darum die Solidarität aller.»

Pro Audito Uri appelliert deshalb an die Stimmberechtigten, am 4. März «die einseitige und für uns Menschen mit Hörproblemen diskriminierende No-Billag-Initiative» mit einem Nein an der Urne zu verwerfen, und dankt der Bevölkerung für die dadurch gezeigte Solidarität. (red)

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