Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Erstfeld sagt deutlich Ja zum Kraftwerk am Alpbach

Mit 76,8 Prozent hat die Gemeinde eine Beteiligung an der Kraftwerk Erstfeldertal AG gutgeheissen. Diese kostet die Gemeinde 4,56 Millionen Franken.
Florian Arnold
Das Wasser des Erstfelder Alpbachs soll für die Stromproduktion genutzt werden. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 26. März 2018))

Das Wasser des Erstfelder Alpbachs soll für die Stromproduktion genutzt werden. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 26. März 2018))

Die Erstfelder stellen sich mit 563 Ja und 70 Nein-Stimmen (Ja-Anteil: 76,8 Prozent) deutlich hinter die Energiegewinnung am Alpbach. Sie haben einer Beteiligung der Gemeindewerke von 38 Prozent am Kraftwerk Erstfeldertal für 4,56 Millionen Franken zugestimmt. Die Stimmbeteiligung lag bei 29,7 Prozent. Die Erstfelder Gemeindepräsidentin Pia Tresch ist erfreut über das deutliche Resultat: «Einzig die tiefe Stimmbeteiligung hat mich etwas enttäuscht, aber die Haltung der Erstfelder ist nun klar.»

Gemeinderat will sich einsetzen

Im Vorfeld der Abstimmung hatte sich Widerstand geregt. «Ich konnte die Argumente verstehen. Aber man hat versucht, die Leute abzuholen und ist Kompromisse eingegangen», sagt die Gemeindepräsidentin. Mit über 90 Prozent hatte sich die Gemeinde 2015 an der Urne dafür eingesetzt, dass die Trinkwasserquellen geschützt bleiben. «Es ist nun die Aufgabe der Gemeinde, sich weiterhin für dieses Anliegen einzusetzen», so Tresch. «Das werden wir während des gesamten Projekts tun.»

Ob das Kraftwerk nun wirklich gebaut werde, liege nicht mehr in den Händen der Gemeinde, so Tresch. Einerseits muss nun der Landrat die Konzession erteilen. Andererseits befindet der Bund über die «kostendeckende Einspeisevergütung» (KEV), ohne die das Kraftwerkprojekt wohl kaum realisiert werden kann.

Etwas weniger deutlich als in Erstfeld

Die Seedorfer haben gleichzeitig einer 10-Prozent-Beteiligung an der Kraftwerk Palanggenbach AG zugestimmt. Mit 210 Ja- zu 120 Nein-Stimmen, was einem Ja-Anteil von 63,6 Prozent bedeutet, fiel das Resultat etwas weniger deutlich aus als in Erstfeld. Die Stimmbeteiligung lag gerade mal bei 26 Prozent.

Der Seedorfer Gemeindepräsidenten Max Aschwanden freut sich über das klare Ergebnis. «Auch wir sind etwas enttäuscht über die geringe Stimmbeteiligung, zumal im Vorfeld mit Leserbriefen und Flugblättern etwas Stimmung gemacht wurde», so Aschwanden. «Wir werten das Resultat aber als Wertschätzung für unsere Arbeit im Gemeinderat.» Man habe einen transparenten Abstimmungskampf geführt. Dass sich Seedorf am Projekt auf dem eigenen Gemeindegebiet beteilige, mache Sinn, zumal man sich so ein Mitspracherecht sichere. «Zudem ist es unser Teil an eine ökologisch sinnvolle Stromerzeugung», so Aschwanden. Er glaubt an die Chance, dass sich die Beteiligung finanziell für die Gemeinde auszahlen wird.

Eine Hürde von vielen weiteren

Für Werner Jauch, Vorsitzender der EWA-Geschäftsleitung, sind die beiden kommunalen Abstimmungsergebnisse ebenfalls erfreulich: «Wir haben bei beiden Projekten eine wichtige Hürde genommen, aber es wird noch viele weitere geben bis wir am Ziel sind.» Das Alpbach-Projekt stehe unter grossem zeitlichen Druck. «Die Chancen sind aber weiterhin intakt», so Jauch. «Wir arbeiten mit Volldampf am Projekt.» Auch beim Projekt am Palanggenbach würden klare Fristen gelten. «Aber dort haben wir noch etwas mehr Zeit.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.