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Urner Komitee gegründet: «Zweimal Ja» setzt sich für die Umwelt ein

Das Komitee «Zweimal Ja» unterstützt die beiden Initiativen «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» und «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung».

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(pd/RIN) Unter dem Präsidium von Peter Vorwerk, Präsident des Urner Fischereiverbands, hat sich auch in Uri ein Komitee zur Unterstützung der beiden Initiativen «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» und «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» gebildet. Dem Komitee gehören folgende Organisationen an: der Urner Fischereiverband, Pro Natura Uri, WWF Uri, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, VCS, Grüne Uri sowie die SP Uri.

Peter Vorwerk, Präsident Urner Fischereiverein, präsidiert das Urner Komitee zur Unterstützung der beiden Agrarinitiativen.

Peter Vorwerk, Präsident Urner Fischereiverein, präsidiert das Urner Komitee zur Unterstützung der beiden Agrarinitiativen.

Bild: Georg Epp (Arni, 8. Juni 2019)

Das Komitee hält fest, dass es nur mit einer Zustimmung zu den beiden Initiativen möglich sei, die zunehmende Verunreinigung des Trinkwassers zu stoppen und den Schutz der Biodiversität rechtzeitig umzusetzen. «Handeln ist jetzt nötig und nicht erst, wenn auch die Allerletzten merken, dass wir unsere eigene Lebensgrundlage zerstören», heisst es in der Mitteilung.

«Keines der 13 Umweltziele wurde bisher erreicht»

Die zunehmende Industrialisierung in der Landwirtschaft führe zu massiven Umweltproblemen wie Artensterben, ausgeräumte Kulturlandschaften und durch Pestizide und Nährstoffe belastete Gewässer, Trinkwasser und Böden. Keines der 13 Umweltziele für die Landwirtschaft, formuliert durch das Bundesamt für Umwelt (Bafu), sei bisher erreicht, so das Urner Komitee.

Mit dem heutigen Subventionssystem für die Landwirtschaft würden sich diese Probleme nicht lösen – es werden laut Mitteilung «schlicht und einfach die falschen Anreize gesetzt». Deshalb brauche es einen Wandel und ein angepasstes Subventionssystem, hin zu einer umweltverträglichen, wirtschaftlichen und sozialen Landwirtschaft. «Nur so können wir langfristig unsere landwirtschaftliche Produktion sichern», so das Komitee. «Wenn wir die anstehenden Probleme nicht angehen, zerstören wir unsere Lebensgrundlagen und riskieren unsere langfristige Ernährungssicherheit.»

Initiativen sind laut Komitee gut umsetzbar

Was die Initiativen fordern, sei machbar und werde heute vielerorts schon umgesetzt. Zudem sehen die Initiativen eine Übergangsfrist von acht beziehungsweise zehn Jahren vor. Dies erlaube es, die Forschung und die Pflanzenzuchtprogramme konsequent auf den Anbau ohne synthetische Pestizide auszurichten. «Mit der Sistierung der Agrarpolitik 2022+ hat die Politik ein klares Signal gesendet: Sie ist nicht bereit, angemessene Lösungen für die Umweltprobleme vorzuschlagen», schreibt das Urner Komitee in der Mitteilung. Damit verteidige sie die Interessen der Grosskonzerne, statt jene der Bauern und Bäuerinnen, der Konsumenten und der Natur.

Das Volk habe am 13. Juni die Gelegenheit, dies zu korrigieren. «Mit ‹Zweimal Ja› zur Trinkwasser- und Pestizidinitiative muss unverzüglich gehandelt werden», betont das Komitee. «Es geht um uns – unsere Gesundheit und eine intakte Natur, auch für unsere Nachkommen.»