Abtretender Kommandant der Feuerwehr Haldi ist dankbar für unfallfreie Einsätze

Nach 25 Jahren Feuerwehrdienst demissioniert Martin Gisler. Bernhard Arnold hat an der Generalversammlung seine Nachfolge übernommen.

Drucken
Teilen
Der neue Vize-Kommandant Peter Arnold, der abtretende Kommandant Martin Gisler; und der neue Kommandant Bernhard Arnold (von links) anlässlich der Agathafeier Haldi.

Der neue Vize-Kommandant Peter Arnold, der abtretende Kommandant Martin Gisler; und der neue Kommandant Bernhard Arnold (von links) anlässlich der Agathafeier Haldi.

Bild: PD

(pd/ml) Am Freitag, 7. Februar, nach einem Gedenkgottesdienst, begrüsste der abtretende Kommandant Martin Gisler im Skihaus SSC Schattdorf zur Agathafeier Haldi. Die Feier war geprägt durch die Kommandoübergabe, zwei Beförderungen und einer Ehrung zu 20 beziehungsweise zu 25 Jahren treuem Feuerwehrdienst. Gemeindevertreter und Altkommandanten liessen es sich wiederum nicht nehmen, der Feier beizuwohnen.

Mit zwei Einsätzen im Gebiet Haldi sowie einem Brandereignis, bei welchem man die Kollegen von Schattdorf unterstützte, verzeichnet die Feuerwehr Haldi einsatzmässig ein eher ruhiges 2019. Dabei standen 16Feuerwehrleute während 55 Stunden im Einsatz. Die Lawinenstufe 5 (sehr gross) in den Zentralschweizer Alpen veranlasste das Kommando der Feuerwehr Haldi im Januar, mit den Bewohnern im Gefahrengebiet in Kontakt zu treten. Man mahnte vor allem zur Vorsicht beim Verlassen der Gebäude. Im Gebiet Süssberge kam eine Nassschneelawine einem Stall bedrohlich nahe. Im Juni gab es ergiebige Niederschläge, bei welchen es Bäche zu kontrollieren galt oder Oberflächenwasser abzuleiten. Der am 1.August gemeldete Waldbrand im Gebiet Ricki entpuppte sich glücklicherweise als kontrolliertes 1.-August-Feuer. Dem Alarm im November zum Brandereignis in Schattdorf leistete fast die halbe Mannschaft von Haldi folge.

Viele lobende Worte bei unangemeldeter Inspektion

Die kantonalen Kurse wurden durch verschiedene Personen besucht, nur wenige Male war man in Erstfeld nicht vertreten. Die Übungen, welche auf die Anforderung an eine Bergfeuerwehr wie Haldi abgestimmt werden, konnte man planmässig durchführen.

Mit Blick auf das Jahr 2019 nannte der abtretende Kommandant Martin Gisler verschiedene Highlights. Er zeigte sich gegenüber der Schutzpatronin, der heiligen Agatha sowie seiner Mannschaft dankbar, dass alle Übungen und Einsätze ohne Unfälle über die Bühne gingen. Die Inspektionsübung im Juni sowie seine Abschluss-Einsatzübung im September gaben Anlass, speziell Rückschau zu halten. Die kantonalen Instruktoren fanden für die junge Feuerwehr Haldi anlässlich der unangemeldeten Inspektion viele lobende Worte.

Gemeinden hinterfragen Fahrzeugkonzept nicht

Die Beschaffung des neuen Einsatzfahrzeugs musste aufgrund von Sparmassnahmen um ein Jahr verschoben werden. Mit Genugtuung wurde jedoch verkündet, dass das Fahrzeugkonzept seitens der beteiligten Gemeinden Schattdorf wie auch Bürglen grundsätzlich nicht hinterfragt wird. Weitere Projekte und Anlässe wie der Tag der offenen Tore (150 Jahre Schweizerischer Feuerwehrverband) beschäftigten das Kader.

Für einmal konnte kein Neueintritt verzeichnet werden. Demgegenüber stand nach erfüllten 25Jahren Feuerwehrdienst die Demission des Kommandanten Martin Gisler. Der Personalbestand liegt bei 29Personen, davon sieben Atemschutzträger. Bernhard Arnold wurde zum Hauptmann und neuen Kommandanten und Peter Arnold zum Oberleutnant und Vize-Kommandanten befördert. Der krankheitshalber abwesende Ady Gisler wurde für 20 Jahre Feuerwehr Haldi geehrt. Martin Gisler wurde durch Robi Scheiber und seinen Nachfolger für seine 25-jährige Tätigkeit im Dienst der Feuerwehr Haldi gewürdigt.

Zum Schluss hielt der abtretende Kommandant eine kurze Rückschau auf seine Amtszeit, er dankte seinem Kader und der Mannschaft von Haldi, dem Kommando Schattdorf unter der Leitung von Robi Scheiber sowie den Gemeinden Schattdorf und Bürglen für die hervorragende Unterstützung.