ABWASSER URI: Sommer: «Es gibt keine einfache Lösung»

Genügt eine Abwasserreini­gungs­anlage für den ganzen Kanton Uri? Diese Frage beschäftigt das Komitee «Nein zu überhöhten Abwassergebühren».

Drucken
Teilen
Heini Sommer, Verwaltungs­rats­präsident der Abwasser Uri. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Heini Sommer, Verwaltungs­rats­präsident der Abwasser Uri. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Sollte es in der ARA Altdorf technisch möglich sein, das gesamte Abwasser zu verarbeiten, sieht das Komitee grosses Sparpotenzial.

Heini Sommer, Verwaltungsratspräsident der Abwasser Uri, gibt sich aber vorsichtig. «Das Ganze ist nicht einfach eine Frage der technischen Kapazitäten der ARA Altdorf.» Es stellten sich viele zusätzliche Fragen.

Reicht eine ARA für den ganzen Kanton?
Heini Sommer: Diese Frage können wir noch nicht beantworten. Wir beschäftigen uns seit rund einem Jahr mit der künftigen Struktur der Urner Abwasserreinigungsanlagen, gerade im Hinblick auf den allenfalls nötigen Ausbau der ARA Andermatt. Wir sind bei unseren Abklärungen weit fortgeschritten, haben aber noch keine definitiven Entscheide gefällt.

Wieso dauern die Abklärungen so lange?
Sommer: Das Ganze ist nicht einfach eine Frage der technischen Kapazitäten der ARA Altdorf. Es stellen sich viele zusätzliche Fragen. Zum Beispiel: Reichen die Zuleitungen aus? Braucht es bei so langen Leitungen allenfalls Ausgleichsbecken? Würden die Kapazitäten der ARA Altdorf auch bei Spitzenbelastungen an Festtagen oder bei intensiven Regenfällen ausreichen? Die Angelegenheit ist also viel komplexer als angenommen. Man kann nicht einfach hingehen, die Betriebskosten vergleichen und abklären, ob die Jahreskapazitäten ausreichen.

Stimmt diesbezüglich der Zeitplan?
Sommer: Unser Ziel ist es nach wie vor, den operativen Betrieb per 1. Januar 2010 zu übernehmen. Bis dahin muss aber noch einiges geschehen. Insbesondere die lückenhafte Datenlage zur Bewertung der Sachanlagen macht uns derzeit Sorgen. Es ist aber noch zu früh, um sagen zu können, ob der Zeitplan eingehalten werden kann.

Interview Bruno Arnold

Das ganze Interview lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.