ÄNDERUNG: Der Kanton Uri schafft die «Dumont-Praxis» ab

Ab 1. Januar 2010 können die in den ersten fünf Jahren nach Erwerb einer Liegenschaft anfallenden Instandstell­ungskosten im Kanton Uri von den Steuern abgezogen werden.

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(Symbolbild Anita Gisler/Neue UZ)

(Symbolbild Anita Gisler/Neue UZ)

Die «Dumont-Praxis» besagt, dass Instandstellungskosten für eine vernachlässigte Liegenschaft in den ersten fünf Jahren nach dem Erwerb steuerlich nicht abgezogen werden können. Die Hauseigentümer konnten in diesem Zeitraum von fünf Jahren nur einen beschränkten Anteil an Gebäudeunterhaltskosten in Abzug bringen.

Das eidgenössische Parlament hat diese «Dumont-Praxis» bei der direkten Bundessteuer auf den 1. Januar 2010 abgeschafft und den Kantonen eine Übergangsfrist zur Abschaffung von zwei Jahren eingeräumt (d.h. bis 1. Januar 2012). Der Kanton Uri setzt diese Praxis ebenfalls auf den 1. Januar 2010 um, wie die Finanzdirektion mitteilt. Damit werde eine unterschiedliche Behandlung dieser Instandstellungskosten bei den Kantons- und Bundessteuern vermieden und das Ausfüllen der Steuererklärung erleichtert.

Die ab dem Jahre 2010 anfallenden Instandstellungskosten für Liegenschaften können demnach erstmals in der Steuererklärung 2010 vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Die Steuererklärung 2010 wird den Steuerpflichtigen im Januar 2011 zugestellt. Instandstellungskosten aus früheren Jahren sind gemäss Veranlagungspraxis (bis und mit Steuerperiode 2009) nach wie vor nur im Umfang von 5% des Kaufpreises abzugsberechtigt.

scd