AGRARPOLITIK 2011: Regierung sieht Gefahr für Bergbauern

Kleine Bauernbetriebe im Berggebiet werden nach Ansicht der Urner Regierung durch das zweite Verordnungspaket der Agrarapolitik 2011 benachteiligt. Das geht aus der am Dienstag publizierten Stellungnahme an das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement hervor.

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Ein Sohn der Familie Kempf schleppt im Juli 2002 auf der Oberalp des Urnerbodens eine grosse Kuhglocke zum Stall. (Archivbild Keystone)

Ein Sohn der Familie Kempf schleppt im Juli 2002 auf der Oberalp des Urnerbodens eine grosse Kuhglocke zum Stall. (Archivbild Keystone)

Die agrarpolitischen und wirtschaftlichen Reformen stellten die Landwirtschaft und inbesondere die Berglandwirtschaft vor gewaltige Herausforderungen, schreibt die Regierung. Die vorgeschlagenen Anpassungen bei den Direktzahlungen träfen vor allem Bergbauern.

Konkret führten die Änderungen dazu, dass kleine Rindviehhaltungsbetriebe ohne Verkehrmilchproduktion weniger Geld erhalten. In Uri aber lebten rund die Hälfte der Bauernbetriebe von der Kälbermast oder der Aufzucht von Rindern. Die Einkommenslage für diese Betriebe sei schon sehr angespannt und würde mit den Änderungen noch verschärft.

Weiter sieht die Regierung die Gefahr, dass mit einer Umstellung auf extensive Produktion die Alpen mittelfristig unternutzt und damit verganden oder verbuschen würden. Deshalb dringt sie auf eine Korrektur des Direktzahlungssystems. Die vorgesehehen Änderungen seien nicht sozialverträglich und müssten allenfalls mit Sonderlösungen kompensiert werden.

sda