AKTION: Sustenpass wird für Autos und Töffs gesperrt

Im September gehört der Sustenpass einen Tag lang den Velofahrern. Und das soll erst der Anfang sein.

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Damit wird zumindest für einen Tag Schluss sein: Ein Töfffahrer liegt auf der Sustenpassstrasse in die Kurve. (Bild Adrian Staehli)

Damit wird zumindest für einen Tag Schluss sein: Ein Töfffahrer liegt auf der Sustenpassstrasse in die Kurve. (Bild Adrian Staehli)

Dreimal wird Ende Sommer in der Schweiz ein Pass für motorisierte Fahrzeuge gesperrt. Am 30. August am Stilfserjoch GR, am 7. September am Albula GR und am 20. September am Sustenpass. Drei verschiedene Organisationen führen die Events durch. Am Susten ist das der Verein Freipass. Es ist sein dritter Anlass. 2007 hat er zusammen mit der Alpeninitiative den Furka für Velofahrer geöffnet. «Jetzt ist es das erste Mal, dass wir einen Event praktisch alleine durchführen», sagt Freipass-Präsident Simon Bischof. Endlich könne man eine schöne Passfahrt mit dem Velo geniessen, ohne dass diese vom Wochenendverkehr getrübt werde. Aber nicht nur Velofahrer und Inlineskater sollen angesprochen werden. «Ein solcher Event ist auch für Wanderer sehr interessant», sagt Bischof. Gerade beim Sustenpass werde nämlich davon abgeraten, am Wochenende hochzusteigen wegen des motorisierten Verkehrs.

Jede Woche ein anderer Pass
Markus Züst, Baudirektor des Kantons Uri, zeigt sich offen für zukünftige Aktionen an Urner Pässen. «Ideal wäre es aber, wenn solche Anlässe über die ganze Schweiz verteilt wären.» Das ist auch das langfristige Ziel des Vereins Freipass: Jedes Wochenende einen anderen Strassenpass für den nichtmotorisierten Verkehr freizuhalten. Dafür fehlt noch das Geld, denn die Finanzierung für die Durchführung und Verkehrsregelung muss der Verein alleine organisieren. Bischof rechnet am Susten mit mindestens 15 000 Franken.

Eine ähnliche Aktion könne man sich durchaus auch im Kanton Obwalden vorstellen, meint Werner Wild, Präsident des Tourismusbüros Sarnen. «Das geht ziemlich sicher nicht am Brünig, dafür ist die Verbindung zu wichtig. Denkbar wäre eine solche Aktion allenfalls auf der Panoramastrasse.»

Stefan Roschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.