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Alle drei Jahre muss ein neuer Uristier her

Weil seine Frau nicht in den Kanton Uri ziehen wollte, folgte Beat Dittli ihr vor sieben Jahren nach Buochs. Seine Wurzeln stellt der 51-Jährige an seinem Auto zur Schau – dank seines Berufs immer wieder aufs Neue.
Der Exil-Urner Beat Dittli fährt nicht ohne Stier herum. (Bild: PD)

Der Exil-Urner Beat Dittli fährt nicht ohne Stier herum. (Bild: PD)

Das Kontrollschild stammt aus dem Kanton Nidwalden, ist eingetragen auf eine Firma mit Sitz im zürcherischen Regensdorf – und trägt einen Uristier-Aufkleber am Heck. Grund für diese geografische Verwirrung ist Beat Dittli, der Fahrer des Autos: Er ist Mitarbeiter einer Regensdorfer Firma, wohnt in Buochs, hat aber Urner Wurzeln.

Als technischer Berater im Aussendienst der Firma ist Dittli beruflich stets auf Achse. Dabei ist der Uristier-Aufkleber am Heck sein treuster Begleiter, zumindest für jeweils drei Jahre. Dann erhält der 51-Jährige ein neues Geschäftsauto, und auch da muss wieder ein Uristier ans Heck, «noch bevor ich überhaupt die Garage verlasse», so Dittli. «Das ist ein richtiges Ritual geworden. Heimat bleibt Heimat.»

Die Geselligkeit fehlt dem Exil-Urner

Aufgewachsen ist Dittli in Schattdorf. Nach der Berufslehre in Erstfeld und einigen Jahren im Geschäft seines Vaters zog es ihn beruflich nach Luzern. Dabei behielt Dittli seinen Wohnsitz aber stets in Uri. Bis vor sieben Jahren. Seine damalige Freundin und heutige Frau konnte sich nicht vorstellen, in den Kanton Uri zu ziehen – also zog Dittli kurzerhand nach Buochs. Bereut hat er den Schritt nie. «Ich lebe und bin sehr glücklich in Buochs.»

Was er aus seiner Heimat vermisst ist die Geselligkeit. «Damals traf man sich am Abend einfach so in einem Restaurant, heute muss das ich mit einem Kollegen telefonisch abmachen, damit ich nicht alleine im Restaurant sitze. Das ist aber leider der Lauf der Zeit.» Und so pflegt er den Kontakt zu seiner Heimat ganz bewusst. So etwa zu seinen Eltern, die immer noch in Uri wohnen. Und einmal monatlich mit seinem Kollegenverein «Apro Stiärä Schattdorf», bei denen er aktives Mitglied ist. Da er in seiner Jugend in Schattdorf Fussball gespielt und danach nach Altdorf wechselte, ist Dittli noch immer Mitglied in beiden Vereinen. Für den FC Altdorf ist er ausserdem noch als aktiver Schiedsrichter unterwegs.

Und auch der Uristier-Aufkleber am Heck seines Autos sorgt zwischendurch zu Kontakten in seine Heimat, wie Dittli sagt: «Der eine oder andere Urner PW-Lenker winkt beim Überholen freundlich zu.»

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