ALPABFAHRT: Spirgner Kilbi: Urchiges Fest lockt Massen an

Eine farbenfrohe Alpabfahrt war Höhepunkt der Spirgner Kilbi vom letzten Sonntag. Das Traditionsfest lockte über tausend Besucher an.

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Zum Abschluss der Kilbi rief «Wanneler Älpler» Ernst Herger den Betruf. (Bild Franz Imholz/Neue UZ)

Zum Abschluss der Kilbi rief «Wanneler Älpler» Ernst Herger den Betruf. (Bild Franz Imholz/Neue UZ)

Der Wettergott meinte es dieses Jahr gut mit dem OK der Spirgner Kilbi: Trotz Biswind konnte die im Zweijahresturnus stattfindende Spirgner Kilbi bei stahlblauem Himmel mit einer wunderschönen Alpabfahrt gefeiert werden. Umrahmt von vielen Liedern, Gesang und Ländlermusik machte der Jodlerklub Seerose aus Flüelen den Auftakt der Kilbi und bot eine wunderbare Jodlermesse. Da in den Tagen zuvor viel Schnee bis auf rund 1000 Meter gefallen war, entschied das OK, die Kilbi in der warmen Turnhalle des Oberstufenschulhauses abzuhalten.

Star war der Stier
Zum vierten Mal fand am Nachmittag eine urchige Alpabfahrt statt. Unter der Leitung von Toni Band («Benedikte Toni») wurde die Alpabfahrt mit vielen Stunden Einsatz geplant und durchgeführt. Die Älpler, Bauern und Tierbesitzer schmückten ihre Tiere mit Blumenkränzen und Kopfgestecken und zogen ihnen als Dank für den guten Sommer noch ein letztes Mal die grössten und besten «Tryychlä» mit wundervoll bestickten Riemen an.

Rund vierzig Kühe, Rinder und Kälber liefen vom Holzboden bis zur Talstrasse mit. Aber auch der fast vierjährige prächtige Stier aus dem Stall von «Heirche Toni» stolzierte durch die weit über tausend Zuschauer – als ob er es sich gewohnt wäre, jeden Tag von so vielen Menschen umgeben zu sein. Den Anfang des Umzuges machten drei Dutzend Geissen und Gitzi und zwei Geissböcke. Die wichtigsten Teilnehmer waren aber natürlich die zahlreichen Älplerfamilien, die zum Teil aus drei verschiedenen Generationen bestanden und dank denen der Umzug auch seine Tradition hält. Die Älplerfamilien zogen in schönen Trachten und alten Holzschuhen, mit «Milchbränten», «Räf», Traggabeln mit Käselaiben geschmückt, mit Stecken und Militärrucksäcken bepackt mit Lebensmitteln durch das Publikum. Dabei präsentierten sie das Altertum, aber auch Gegenstände, die auch heute noch auf den Alpen zum Einsatz kommen.

Christine Brand

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.